Carmen


Georges Bizet (1838 – 1875)

Oper in vier Akten; Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der Novelle von Prosper Mérimée; Uraufführung am 3. März 1875 in Paris; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 11. Mai 1979; Überarbeitete Wiederaufnahme am 08. März 2009

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Besetzung

Musikalische Leitung Jacques Lacombe
Regie Søren Schuhmacher
nach der Inszenierung von Peter Beauvais
Bühne, Kostüme Pier Luigi Samaritani
Überarbeitung der Ausstattung Norbert Bellen
Chöre William Spaulding
Kinderchor Christian Lindhorst
Carmen Clémentine Margaine
Frasquita Elbenita Kajtazi
Mercédès Stephanie Lauricella
Micaëla Elena Tsallagova
Don José N. N.
Moralès Simon Pauly
Zuniga Tobias Kehrer
Escamillo Marko Mimica
Remendado Paul Kaufmann
Dancairo Jörg Schörner
Ein Bürger Marek Picz
Andres Sungjin Kown
Chöre Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Sinnlich, offensiv und jenseits jeder bürgerlichen Moral: Georges Bizets fatale Dreiecksgeschichte CARMEN konnte bei ihrer Uraufführung 1875 in der Pariser Opéra Comique nur Empörung hervorrufen. Etliche Jahre fristete sie daher ein Schattendasein – heute unvorstellbar, schließlich gilt sie inzwischen als berühmteste Oper überhaupt. Banal und existenziell zugleich ist die Geschichte der Begegnung von Carmen und Don José, an deren Ende der unvermeidlich-tragische Mord steht. Carmens absoluter Freiheitswille, ihre Bereitschaft, Beziehungen nur auf der Grundlage völliger Unabhängigkeit und Gleichberechtigung einzugehen, machen sie für Don José zu einem unwiderstehlichen Objekt der Begierde. Ihren grenzenlosen Freiheitswillen jedoch erträgt er nicht. Seinem Begehren völlig ausgeliefert, muss er sie am Ende auslöschen und sich selbst mit ihr.

Bizet ist es gelungen, den tragischen Stoff mit den Mitteln einer Opéra comique zu erzählen, die musikalisch das gesamte Spektrum von Leichtigkeit, Alltäglichkeit, Albernheit und Härte, Verführung und Spiel, Grausamkeit und Schicksalhaftigkeit einsetzt. Berühmt geworden ist vor allem die ursprünglich kubanische »Habanera«, mit der die Tabakarbeiterin Carmen die Aufmerksamkeit Don Josés auf sich zieht. Tänzerische Elemente und spanische Rhythmen dominieren die von Ohrwürmern durchzogene Musik. Das romantisch-wilde Land, das sich hinter den Pyrenäen erstreckt, faszinierte auch Georges Bizet. Und so gilt CARMEN heute als Schlüsselwerk der französischen Sehnsucht nach dem unbekannten und verklärten Nachbarn. Die verhängnisvolle Geschichte im Spannungsfeld zwischen absoluter Hingabe und totaler Freiheit mit ihrer exzessiven erotischen Spannung – möglich war sie im Paris des 19. Jahrhunderts nur jenseits der bürgerlichen Grenzen, räumlich wie ideell.

Der Kinderchor der Deutschen Oper Berlin wird unterstützt von der Berliner Volksbank und der Berliner Morgenpost.

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Einführung im Rang-Foyer rechts: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn