In Transit


Eine Stückentwicklung von Eva-Maria Abelein, Lisa Däßler, Mischa Tangian und Sängern des Opernensembles
Uraufführung am 6. November 2014 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

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Transit-Räume sind Durchgangsstationen, an denen sich Menschen temporär aufhalten, um weiter zu kommen, ein bestimmtes Ziel vor Augen: Bahnhöfe, Flughäfen, Unterführungen oder Transitstraßen. Es sind Orte des Reisens und des Wartens: Zwischen-Orte, die der Philosoph Marc Augé auch als Nicht-Orte bezeichnete.

Gemeinsam mit der Regisseurin Eva-Maria Abelein und dem Komponisten Mischa Tangian machen sich Solisten der Deutschen Oper Berlin auf die Suche nach dem kreativen Potential von Transiträumen: An einem solchen Zwischen-Ort beginnen die Gedanken zu fliegen, Melodien und Rhythmen schälen sich heraus. Der Einzelne findet sich vielleicht vorübergehend mit einem Zweiten oder Dritten in Kommunikation. Dann trennen sich die Wege wieder, und jeder macht sich auf zu seinem eigentlichen Ziel. Denn der Transitraum war nur eine Lücke, ein flüchtiges Phänomen.

IN TRANSIT ist eine Stückentwicklung mit Ensemblemitgliedern, in der alles erlaubt ist außer: Opernarien singen. Stattdessen zeigen die Sänger, was sie sonst noch können: Musicals und Jazz, Pfeifen und Kochen, Tanzen und Steppen, Rappen und Swingen.

Die Regisseurin Eva-Maria Abelein ist seit 2012 Spielleiterin an der Deutschen Oper Berlin, eigene Inszenierungen entstanden u. a. für die Theater in Passau, Erfurt und Bern. Der junge russische Komponist und Performer Mischa Tangian studierte bei Manfred Trojahn und George Benjamin. Als Geiger konzertierte er international und arbeitet immer wieder für Performances gemeinsam mit dem Breakdancer Airdit.

Präsentiert von taz.die tageszeitung