La Gioconda


Amilcare Ponchielli (1834 – 1886)

Dramma lirico in vier Akten;
Libretto von Tobia Gorrio (Arrigo Boito) nach dem Drama „Angélo, tyran de Padoue“ von Victor Hugo;
Uraufführung am 8. April 1876 am Teatro alla Scala in Mailand;
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 1. März 1974

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Besetzung

Musikalische Leitung Jesús López Cobos
Inszenierung Filippo Sanjust
Kostüme Filippo Sanjust
Originaldekorationen aus der Entstehungszeit des Werkes Scenografia Camillo Parravicini, Rom
Chöre William Spaulding
Choreografie Gudrun Leben
La Gioconda Hui He
La Cieca Dana Beth Miller
Alvise Badoero Ante Jerkunica
Laura Marianne Cornetti
Enzo Grimaldo Marcelo Álvarez
Barnaba Lado Ataneli
Zuàne Ben Wager
Ein Steuermann Noel Bouley
Ein Sänger Ben Wager
Isèpo Gideon Poppe
1. Gondoliere Paul Kaufmann
2. Gondoliere Ben Wager
Kirchendiener Simon Pauly
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Tanz Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Die Oper spielt im Venedig des siebzehnten Jahrhunderts. La Gioconda, Sängerin bei einer Wandertruppe, liebt den jungen Adligen Enzo, der aber wiederum in Laura, die Frau des Inquisitors Alvise Badoero, verliebt ist. Noch komplizierter wird das Beziehungsgeflecht durch die Intrigen des Spions Barnabà, der Gioconda liebt und begehrt und mit allen Mitteln versucht, die Sängerin für sich zu gewinnen. Diese, hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe zu Enzo und der Fürsorge für ihre alte blinde Mutter, die stets mit ihr reist, verfängt sich in dem Netz aus Hass und Leidenschaft, das sich, ausgehend von Barnabà, immer dichter um sie legt und dem sie schließlich zum Opfer fällt. Nachdem ihr Enzo, dem es nach gefährlichen Verwicklungen gelungen ist, mit Laura zu fliehen, für immer entzogen ist, sieht Gioconda keinen Ausweg mehr. Barnabà, der sich bereits am Ziel glaubte, kann nicht mehr verhindern, dass sie ihrem Leben ein Ende setzt.

Amilcare Ponchielli, geboren 1834 in Paderno Fasolaro bei Cremona und gestorben 1886 in Mailand, wurde, obwohl er zwölf Opern geschrieben hat, vor allem als Komponist von LA GIOCONDA berühmt. Liebe, Leidenschaft, Hass – die Geschichte um die Sängerin Gioconda hält alles bereit, was Liebhaber der großen italienischen Oper erwarten. Arrigo Boito, der Jahre später die Libretti für OTELLO und FALSTAFF, die beiden letzten Meisterwerke Giuseppe Verdis, verfassen sollte, hatte eigentlich keinen Grund, das Textbuch für LA GIOCONDA unter einem Pseudonym, „Tobia Gorrio“, zu schreiben. Spannend und effektvoll verwandelte er die Romanvorlage von Victor Hugo, Angelo, Tyrann von Padua, in einen stimmigen Operntext. Berückende Melodien, mitreißende Volksszenen auf der Bühne und vor allem die opulente Ausstattung, die zum Teil sogar noch Originalstücke aus der Entstehungszeit des Werkes enthält, machen die Aufführung in der Deutschen Oper Berlin zu einem glanzvollen Ereignis, das immer wieder aufs Neue begeistert.

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts