Edward II.


Andrea Lorenzo Scartazzini (*1971)

Musiktheater in zehn Szenen
Libretto von Thomas Jonigk nach Motiven von Christopher Marlowes „Edward II. The troublesome raigne and lamentable death of Edward the second, King of England with the tragical fall of proud Mortimer“ [1593], Ralph Holinsheds „Chronicles of England, Scotland, and Ireland“ [1587] & der „Vita Edwardi“ [14. Jhd.]
Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin am 19. Februar 2017

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Musikalische Leitung Thomas Søndergard
Inszenierung Christof Loy
Bühne Annette Kurz
Kostüme Klaus Bruns
Licht Stefan Bolliger
Chöre Raymond Hughes
Dramaturgie Yvonne Gebauer
Dramaturgie Dorothea Hartmann
Edward II. Michael Nagy
Isabella Agneta Eichenholz
Piers de Gaveston Ladislav Elgr
Roger Mortimer Andrew Harris
Walter Langton, Bischof von Coventry Burkhard Ulrich
Lightborn James Kryshak
Engel John Chest
Soldaten / Räte / Geistliche Markus Brück
Soldaten / Räte / Geistliche Gideon Poppe
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Edward II. ist einer, der die falschen Freunde hat, vor allem einen: Piers de Gaveston, einen Schlachtersohn. Der König zieht ihn allen anderen vor und schenkt dem einstigen Spielgefährten Macht und Lehen. Doch den Peers von England ist der Emporkömmling ein Dorn im Auge. Und so ist die Regentschaft Edwards II. überschattet von Auseinandersetzungen um diese Freundschaft. Eine Blutspur zieht sich durchs Land, als der Adel sich schließlich rächt: Königstreue und Peers stehen einander gegenüber. Der Günstling wird ermordet, der König gestürzt und – so weiß es der Volksmund – auf bestialische Weise getötet. Ob die sehr enge Männerfreundschaft zwischen dem historischen Edward und Gaveston Anfang des 14. Jahrhunderts auch sexueller Natur war, ist bis heute umstritten. Doch in der Kunst wurde die Figur über die Jahrhunderte hinweg zu einer Ikone der Schwulenbewegung. Christopher Marlowes 1593 entstandenes blutiges Drama über die Selbstbehauptung des unglücklichen englischen Königs erzählt davon ebenso wie die gleichnamige Bearbeitung von Bertolt Brecht [1923] oder die berühmte Filmadaption „Edward II.“ von Derek Jarman im Jahr 1992.

Der Schweizer Komponist Andrea Lorenzo Scartazzini schreibt im Auftrag der Deutschen Oper Berlin nach einem Libretto von Thomas Jonigk ein Musiktheater, das sich ganz auf die Rolle des Außenseiters Edward II. konzentriert und die Frage stellt nach dem Umgang auch unserer heutigen Gesellschaft mit Homosexuellen. Scartazzini machte sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Opernkomponist mit einer sehr kraftvollen Sprache für das Musiktheater. Zuletzt schrieb er die Oper DER SANDMANN, die 2012 am Theater Basel uraufgeführt wurde. Regisseur Christof Loy, der an der Deutschen Oper Berlin mit Inszenierungen von JENUFA und FALSTAFF begeisterte, setzte bereits DER SANDMANN in Szene und führt wiederum Regie bei Scartazzinis neuestem Musiktheater EDWARD II.

Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung und von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Präsentiert von Siegessäule und Wall AG

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts (außer zur Premiere)