Neue Szenen


Internationaler Kompositionswettbewerb

Ich werde nicht sterben
In meinem Bett

Momentaufnahmen nach einem Text von Christoph Nußbaumeder
Anna Politkowskaja gewidmet

In Kooperation mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“

Sicht I „Die Unterhändlerin“
Komposition: Evan Gardner / Inszenierung: Eva-Maria Weiss

Sicht II „It will be rain tonight“
Komposition: Stefan Johannes Hanke / Inszenierung: Tamara Heimbrock

Sicht III „Wie man findet, was man nicht sucht“
Komposition: Leah Muir / Text: Harry Lehmann / Inszenierung: Michael Höppner

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Sicht I „Die Unterhändlerin“
Komposition Evan Gardner
Inszenierung Eva-Maria Weiss
Sicht II „It will be rain tonight“
Komposition Stefan Johannes Hanke
Inszenierung Tamara Heimbrock
Sicht III „Wie man findet, was man nicht sucht“
Komposition Leah Muir
Text Harry Lehmann
Inszenierung Michael Höppner
Musikalische Leitung Manuel Nawri
Bühne Hanne Loosen
Kostüme Lydia Schmidt
Kostüme Sara Landertinger
Kostüme Kerstin Grießhaber
Orchester „Echo Ensemble“
Sopran Hrund Anadottir
Sopran Léa Trommenschlager
Sopran Sonja Bisgiel
Sopran Yuriko Ozaki
Sopran Bettina Gfeller
Mezzosopran Katarina Morfa
Mezzosopran Katharina Thomas
Mezzosopran Jiwon Choi
Mezzosopran Zoe Kissa
Altus Georg Bochow
Tenor Thaisen Rusch
Tenor Lars Ivar Nordal
Bariton Robert Elibay-Hartog
Bass Enrico Wenzel
Bass Wonyong Kang
Schauspieler Felix Theissen
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Die Grundlage für die drei Kompositionen bildet der Anna Politkowskaja gewidmete Monolog für eine Frau „Ich werde nicht sterben. In meinem Bett“ von Christoph Nußbaumeder. Anna Politkowskaja ist die russisch-amerikanische Journalistin und Bürgerrechtlerin, die am 7. Oktober 2006 in Moskau unter nach wie vor nicht geklärten Umständen ermordet wurde. Für NEUE SZENEN hat Christoph Nußbaumeder den Text um einen Dialog DIE UNTERHÄNDLERIN ergänzt. Dieser nimmt Bezug auf Anna Politkowskajas Rolle als Vermittlerin bei der Geiselnahme im Moskauer Dobrawka-Musicaltheater durch tschetschenische Rebellen im Oktober 2002.

Die Vorgabe für alle drei Komponisten war, auf der Grundlage von Christoph Nußbaumeders Text eine szenische Partitur für fünf Gesangsstimmen und maximal 18 Instrumente zu schreiben. Die drei Aufführungsteams wurden so frühzeitig zusammengestellt, dass den Komponisten Zeit blieb, sich ausführlich mit den Sängern und Sängerinnen auseinanderzusetzen, wie auch für Gespräche mit den Regisseuren und Regisseurinnen sowie der Bühnenbildnerin. Es entstanden drei Werke, die völlig unterschiedlichen Musiktheaterkonzepten folgen, aber eines gemeinsam haben, sie sind alle dem Andenken Anna Politkowskajas gewidmet.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ schrieb die Deutsche Oper Berlin 2012 den internationalen Kompositionswettbewerb NEUE SZENEN aus. Komponisten und Komponistinnen bis zu 35 Jahre waren aufgefordert aussagekräftige Werke einzusenden, die einer Jury unter Vorsitz von Prof. Wolfgang Rihm erlauben, drei unter Ihnen auszuwählen, die ein Stipendium zur Komposition eines neuen Musiktheaterwerks erhalten sollten. Die drei entstandenen Werke werden nun unter dem Titel NEUE SZENEN in der Tischlerei, der neuen Veranstaltungsstätte der Deutschen Oper Berlin, von Kräften der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ an einem Abend zusammen zur Aufführung gebracht. Inszeniert wird jedes der drei Werke jeweils von einem Studenten oder einer Studentin der Regieklasse der Hochschule für Musik.

Bis zum 1. Juli 2012 fanden sich 51 gültige Bewerbungen ein, ganz unterschiedliche Partituren im Umfang von 12 bis 213 Seiten, sowie einige CDs und DVDs zur Verdeutlichung. Eine ungewöhnlich hohe Anzahl, mit der die Jury eines Kompositionswettbewerbs, der zum ersten Mal ausgeschrieben wurde, nicht gerechnet hatte. In mehreren Schritten ermittelten die Mitglieder der Jury – außer Wolfgang Rihm Dorothea Hartmann (Deutsche Oper Berlin, Künstlerische Leiterin Tischlerei), Prof. Manuel Nawri (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Leiter des Instituts für Neue Musik und Dirigent des Projekts), Curt A. Roesler (Deutsche Oper Berlin, Dramaturg) und Prof. Claus Unzen (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Abteilungsleiter Gesang/Musiktheater, Regie) – die interessantesten und aussichtsreichsten unter den eingesandten Werken. Die drei Stipendien gehen an Evan Gardner, Stefan Johannes Hanke und Leah Muir.

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