Valentina


Arturs Maskats (*1957)

Oper von Arturs Maskats in zwei Akten
Libretto von Liāna Langa und Arturs Maskats
Uraufführung an der Lettischen Nationaloper am 5. Dezember 2014

In lettischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Musikalischer Leiter und Dirigent Modestas Pitrenas
Inszenierung Viestur Kairish
Bühne, Kostüme Ieva Jurjane
Valentina Inga Kalna
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Die Oper wurde vom dramatischen Schicksal der lettischen Filmwissenschaftlerin Valentina Freimane während der NS-Besatzung inspiriert.

VALENTINA, die erste Oper des international bekannten lettischen Komponisten Arturs Maskats, feiert eine Legende: die 1922 geborene Filmhistorikerin Valentina Freimane. Die Oper schlägt ein dramatisches Kapitel der lettischen Geschichte auf: Die Zeit zwischen den Jahren 1939 und 1944 war nicht nur für die politische Zukunft und Kultur des Landes, sondern auch für das Zusammenleben der verschiedenen Ethnien Lettlands von entscheidender Bedeutung. Valentina Freimane verbrachte ihre Kindheit in Riga und Berlin, wo ihr Vater als Anwalt für die UFA-Studios arbeitete und ihre Mutter zu den tonangebenden Figuren der Gesellschaft gehörte und in engstem Kontakt mit den Filmgrößen der damaligen Zeit stand. Nach Riga zurückgekehrt, wurde die Familie Opfer des von der Nazi-Okkupation durchgeführten Holocaust: Während Valentina Freimanes Eltern und ihr Ehemann ermordet wurden, überlebte sie selbst den Krieg in einem Versteck.

Heute lebt und arbeitet Freimane in Berlin und Riga. Der 1957 geborene Arturs Maskats sagt über die Titelheldin: „Die Lebensgeschichte Valentina Freimanes ist unauflöslich mit der Geschichte Lettlands und Europas verknüpft und eröffnet eine panoramische Perspektive auf diese Ära in ihrer ganzen Farbigkeit und ihren Gegensätzen. Dennoch ist VALENTINA mehr als ein politisches Stück: Durch alle Ereignisse scheint die Geschichte tiefster Gefühle und einer großen Liebe.“

Die Rettung von Valentina Freimane ist ein Wunder. Vor allem ist es das Verdienst einer solchen menschlichen Reinheit, die sogar unter den kritischsten Voraussetzungen unausrottbar ist. Das Leben bietet uns die Gelegenheit, die reine menschliche Seele zu repräsentieren und in eigene Ideen und Taten umzusetzen.

Gastspiel der Lettischen Nationaloper unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Auswärtigen Dr. Frank-Walter Steinmeier und des Außenministers der Republik Lettland Edgars Rinkēvičs.

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts