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Maurice Béjart

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Maurice Béjart, einer der einflussreichsten und bedeutendsten Choreografen des 20. Jahrhunderts, wurde am 1. Januar 1927 in Marseille geboren. Seine Karriere begann als Tänzer in Vichy im Jahre 1946, später trat er in Frankreich in den Compagnien von Janine Charrat und Roland Petit auf, danach im International Ballet London. Während einer Schweden-Tournee mit dem Ballet Cullberg im Jahre 1949 entdeckte er seine Leidenschaft für die Choreografie. Ein Engagement für einen schwedischen Film machte ihn bekannt mit Strawinskijs Musik, nach seiner Rückkehr ...
Maurice Béjart, einer der einflussreichsten und bedeutendsten Choreografen des 20. Jahrhunderts, wurde am 1. Januar 1927 in Marseille geboren. Seine Karriere begann als Tänzer in Vichy im Jahre 1946, später trat er in Frankreich in den Compagnien von Janine Charrat und Roland Petit auf, danach im International Ballet London. Während einer Schweden-Tournee mit dem Ballet Cullberg im Jahre 1949 entdeckte er seine Leidenschaft für die Choreografie. Ein Engagement für einen schwedischen Film machte ihn bekannt mit Strawinskijs Musik, nach seiner Rückkehr nach Paris wurde jedoch zunächst Chopins Werk zur Inspirationsquelle.

1955 choreografierte er für seine erste Compagnie – Ballets de l’Étoile – die „Symphonie pour un homme seul“, wodurch ihm große Anerkennung von Presse und Publikum zuteil wurde und Maurice Huisman, der damalige Intendant des Théâtre Royal de la Monnaie, auf ihn aufmerksam wurde. In Brüssel choreografierte er seine Version des „Sacre du printemps“ (1959), die zu einem internationalen Triumph wurde. Ab 1960 stand Béjart in Brüssel seiner neuen internationalen Compagnie Ballet du XXe Siècle vor, für die Kreationen wie „Boléro“ (1961), „Messe pour le temps présent“ (1967) oder „L’Oiseau de feu“ (1970) entstanden.

1987 wurde aus seiner Brüsseler Compagnie das Ballet Béjart Lausanne. Im Jahre 1992 gründete er außerdem in Lausanne die Ecole-Atelier Rudra Béjart, die sich als eine der angesehensten Ausbildungsstätten in der Welt sowohl des klassischen wie des modernen Tanzes etablierte. Für seine Lausanner Compagnie entstanden Werke wie „Le Mandarin merveilleux“, „King Lear – Prospero“, „À propos de Shéhérazade“, „Lumière“, „MutationX“, „La Route de la soie“, „Le Manteau“, „Enfant-Roi“, „La Lumière des eaux“ sowie „Le Presbytère“, die bis heute nichts an Reiz und Strahlkraft eingebüßt haben.

Maurice Béjart wirkte auch als Regisseur für das Theater (LA REINE VERTE, CASTA DIVA, CINQ NÔ MODERNES, A-6-ROC), die Opernbühne (SALOMÉ, LA TRAVIATA und DON GIOVANNI), für den Film (u. a. „Bhakti“, „Paradoxe sur le comédien“) und nicht zuletzt als Autor und Schriftsteller von Romanen, Tagebüchern und Dramen. 2007 – zu Beginn seines 80. Lebensjahres – schuf er noch einmal zwei Werke, „La Vie du danseur racontée par Zig et Puce“ sowie „Le Tour du monde en 80 minutes“. Maurice Béjart starb am 22. November 2007 in Lausanne.