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    Matthew Herbert: The Recording

    Ein Open Space: um zu hören, zu diskutieren und Musik zu kreieren. Die Tischlerei verwandelt sich dabei in einen Raum für: einen Vortrag, eine Bar, einen Spielplatz, eine wissenschaftliche Untersuchung, eine Engineering-Master-Class, ein Hacker-Treffen, ein Konzert und einen Nachtclub. The Recording kulminiert in einer Record-Release-Party.

    Nächste Vorstellung

    Di 23. September 2014 / 16:30 Uhr / weiterlesen

    5,00 * € / Ticket kaufen

    Tickethotline: 030.343 84 343

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    Dinorah oder Die Wallfahrt nach Ploërmel (konzertant)

    Mit Patrizia Ciofi, Etienne Dupuis, Philippe Talbot; Musikalische Leitung: Enrique Mazzola (Foto) // In der Berliner Philharmonie

    Nächste Vorstellung

    Mi 1. Oktober 2014 / 20:00 Uhr / weiterlesen

    C-Preise: € 90,– / 72,– / 50,– / 29,– / Ticket kaufen

    Tickethotline: 030.343 84 343

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    „Europa war sein Bayreuth“

    Symposion zu Giacomo Meyerbeers Leben und Werk / Vom 29. September bis 1. Oktober 2014

    Nächste Vorstellung

    Mo 29. September 2014 / 10:30 Uhr / weiterlesen

    Eintritt frei / Vergabe von Zählkarten

    Tickethotline: 030.343 84 343

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    Ariadne auf Naxos (konzertant)

    Mit Anja Harteros (Foto), Stefan Vinke, Franz Mazura, Daniela Sindram, Susanne Elmark u. a.; Musikalische Leitung: Ulf Schirmer / In der Berliner Philharmonie

    Nächste Vorstellung

    Di 14. Oktober 2014 / 20:00 Uhr / weiterlesen

    C-Preise: € 90,– / 72,– / 50,– / 29,– / Ticket kaufen

    Tickethotline: 030.343 84 343



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    Matthew Herbert: The Recording

    Ein Open Space: um zu hören, zu diskutieren und Musik zu kreieren. Die Tischlerei verwandelt sich dabei in einen Raum für: einen Vortrag, eine Bar, einen Spielplatz, eine wissenschaftliche Untersuchung, eine Engineering-Master-Class, ein Hacker-Treffen, ein Konzert und einen Nachtclub. The Recording kulminiert in einer Record-Release-Party.

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Aktuelle Meldungen

Mi, 17. Sep.
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Matthew Herbert in der Tischlerei

Heutzutage kann jeder Komponist sein: alle 24 Stunden wird eine unmessbare Menge an Musik produziert. Daher fragt der br...

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Matthew Herbert in der Tischlerei

The Recording © Hannes Wiedemann

The Recording © Hannes Wiedemann

Heutzutage kann jeder Komponist sein: alle 24 Stunden wird eine unmessbare Menge an Musik produziert. Daher fragt der britische Klangkünstler Matthew Herbert: sind wir immer noch in der Lage zuzuhören? Welche Rolle in unserem alltäglichen Leben? Und kann Musik soziale oder politische Veränderungen beeinflussen, kann sie etwas bewegen? Herbert lädt zur Beantwortung dieser Fragen das Publikum ein, sich mit dem kreativen Prozess auseinanderzusetzen und daran auch aktiv teilzunehmen. Sieben Tage werden Matthew Herbert und seine Band Artists-in-Residence sein, in einem eigens hierfür eingerichteten Tonstudio in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Ihr Ziel: innerhalb von einer Woche ein Album from scratch zu komponieren, aufzunehmen und zu mischen, in erster Linie gemeinsam mit dem Publikum. Am achten Tag wird dann gefeiert: THE RECORDING kulminiert in einer Record-Release-Party.
THE RECORDING: 18. bis 25. September 2014

Ein Essay von Ulrich Gutmair, erschienen in der Beilage der Deutschen Oper Berlin in der Berliner „taz.die tageszeitung“ (September, 2014)

Matthew Herbert ist ein prototypischer zeitgenössischer Künstler. Scheinbar mühelos überschreitet er die althergebrachten Grenzen zwischen Pop, „ernster Musik“ und bildender Kunst. Man kann Matthew Herbert in einem Künstlergespräch in der Tate Gallery in London hören, aber auch als DJ auf Ibiza. Matthew Herbert steht mit seiner Big Band auf der Bühne, komponiert aber auch eine Oper. Dazwischen macht er Filmmusik. Wer sich auf seiner Website seine Werkliste ansieht, blickt verblüfft auf eine schwer übersehbare Masse an Projekten, die innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre entstanden sind.

So überbordend das Werk und so vielfältig die Aktivitäten Herberts sind, so ist seine Künstlerpersona jedoch mit einem klar umrissenen Programm verbunden. Herbert legt höchsten Wert auf Ortsverbundenheit, Gegenwärtigkeit und Ergebnisoffenheit künstlerischen Handelns. Es ist gar kein so weiter Weg, den Matthew Herbert von House Music zur Oper geht. Dass Matthew Herbert ein radikaler Künstler ist, konnte man schon auf seinen frühen House-Tracks hören. Die anfangs unter den Namen Wishmountain, Doctor Rockit und Herbert firmierenden Singles und EPs wurden in Technoplattenläden verkauft und in Clubs gespielt.

Das war Musik, die sich an die Regeln hielt, die im Großen und Ganzen eingehalten werden müssen, damit sie im Partykontext funktionieren kann: Ein Housebeat etwa stampft mit rund 120 Schlägen pro Minute im Viervierteltakt vor sich hin, wobei Synkopierungen erwünscht sind, weil das Tanzen dann mehr Spaß macht. Das war aber auch Musik, die aus Klängen zusammengebastelt war, die nicht aus den üblichen elektronischen Klangerzeugern stammten, die in diesen Genres üblich sind. Bei seinem ersten Auftritt als Wishmountain im Jahr 1995 nutzte Matthew Herbert Berichten zufolge eine Tüte Chips als Instrument, andere Quellen sprechen von einem Pfefferstreuer. Herberts Werk hat seine eigenen Mythen hervorgebracht, obwohl es doch nur mit dem zu arbeiten scheint, was da ist.

Auf Matthew Herberts zweitem Album mit dem programmatischen, den Titel eines bekannten Hollywoodstreifens auf den Kopf stellenden Namen „The Music of Sound“ von 1996 findet sich ein Stück, dessen Name verrät, was den Hörer erwartet: „Granny Delicious“ heißt es. Es besteht aus nichts weiter als einer kurzen Aufnahme, die festhält, wie jemand in einen Apfel beißt. Das Sample wird wiederholt, in seine Einzelteile zerlegt, durch Filter verfremdet und wie in einem kubistischen Gemälde hin und her gewendet, gewissermaßen von vielen Seiten und Perspektiven aus betrachtet. Auf der Innenhülle der Schallplatte findet sich dazu die Angabe: „Remixed sample originally recorded at Monks Road, Exeter, summer ’91. Eaten by the Doctor.“ Der Hörer soll wissen, wann, wo und mit welchen Mitteln die Musik entstand.

Diese Vorgehensweise hat Matthew Herbert einige Jahre später in seinem Manifest „The Personal Contract for the Composition of Music [Incorporating the Manifest of Mistakes]“ festgehalten, das sich aus elf Regeln zusammensetzt. Die wichtigste ist die erste, sie lautet: „Die Benutzung von bereits existierenden Klängen ist nicht erlaubt, insbesondere: Keine Drumcomputer. Keine Synthesizer. Keine Voreinstellungen.“ Verboten ist es außerdem, die Musik anderer zu sampeln, während Fehler und Zufälle nicht nur explizit als Teil der Musik anerkannt werden, sondern als Quelle musikalischer Schönheit genutzt und weiterentwickelt werden sollen, der dieselben Rechte zustehen wie die vom Künstler vorgenommenen kompositorischen Entscheidungen. Herbert hat sein Manifest mit dem Hinweis versehen, es handle sich dabei um einen persönlichen Leitfaden und beschreibe keineswegs den einzigen Weg, Musik zu komponieren.

Matthew Herbert hat in einer Zeit künstlerisch zu arbeiten begonnen, als die Digitalisierung der Archive begann, die nach und nach den gesamten Bestand jemals aufgenommener Musik zugänglich zu machen trachtet. Zugleich erlebte das Internet mit dem frühen World Wide Web und der Verbreitung von E-Mail einen ersten Boom, während das Mobiltelefon sich vom kastenförmigen Managerutensil zum Massenprodukt wandelte.

Ortlosigkeit und Mobilität sind seither die zentralen Paradigmen von Arbeit und Leben geworden. Man kann Matthew Herberts Herangehensweise an den Kompositionsprozess als Antwort auf diese Lage interpretieren. Wo eine unendliche Fülle musikalischen Materials zur Verfügung steht, erarbeitet er es sich selbst. Wo der globalisierte Mensch prinzipiell überall sein kann und doch lückenlos in seine professionellen und privaten Netzwerke eingebunden ist, besteht Herbert auf der Einzigartigkeit von Ort und Augenblick. Seine Prinzipien hat Matthew Herbert in sehr unterschiedlichen Kontexten angewandt. Dabei geht es auf die eine oder andere Weise aber immer darum, die Welt ins Studio hereinzuholen.

Matthew Herbert hat seinen Blick auf die konkrete Lebenswelt immer weiter ausgedehnt. 2010 erschien der erste Teil einer Trilogie, „One One“, in dem er ausschließlich selbst gespielt und gesungen hat. Teil zwei, „One Club“, besteht aus Samples eines Abends im Offenbacher Tanzclub Robert Johnson, die er aufgenommen hat. Teil drei, „One Pig“, widmet sich schließlich dem Leben eines Schweins von der Geburt bis zum Verzehr, wobei nicht nur Feldaufnahmen benutzt wurden, sondern auch Instrumente, die aus den Überresten des Schweins hergestellt wurden. Herbert hat eine eigene Form des musikalischen Realismus geschaffen, und er ist selbstbewusst genug zu sagen: „Ich glaube, dass meine Musik die einzige Musik ist, die zu reflektieren versucht, was es bedeutet, heute am Leben zu sein.“

Auch Matthew Herberts Projekt in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin widmet sich der Gegenwart, wobei die Frage von Demokratie und Partizipation auf den künstlerischen Prozess angewandt werden soll. Heutzutage könne jeder Komponist sein: alle 24 Stunden werde eine unmessbare Menge an Musik produziert. Matthew Herbert fragt sich daher, ob wir noch in der Lage sind zuzuhören. Was kann Musik bewirken? Kann man Musik demokratisch herstellen? Sieben Tage lang wird die Tischlerei zum offenen Aufnahmestudio, geladene Gäste und die Zuschauer sollen daran beteiligt werden, ein Album entstehen zu lassen. Am Ende dieses offenen Prozesses wird gemeinsam Record-Release-Party gefeiert. Ziel ist nicht in erster Linie die Aufnahme, sondern die Ausnahme, die mittels dieses Projekts gemacht werden soll.

Jeder dieser „sieben Tage der Schöpfung“ wird einem System, bzw. Thema gewidmet sein. Hacking und Coding sind das Thema des ersten Tages, danach werden die Komplexe Hedonismus, Wissenschaft und Religion, Musik im Spannungsverhältnis zwischen Körper und Geist, sowie Architektur und Städteplanung verhandelt und kompositorisch umgesetzt. Aber auch die Musik als solche wird zum Gegenstand von Betrachtung und Aktion. Dem Musikinstrumententag wird der Gesangstag folgen, an dem psychologische Aspekte der Stimme besprochen werden, bevor gesungen wird. Schließlich werden einzelne Besucher in die Stadt geschickt, um Klänge „einzukaufen“ und ins Studio zurückzubringen. Ohnehin sind die Besucher an jedem Tag aufgefordert, etwas anderes mitzubringen, mal ist es ein Hund, mal die Großeltern und mal ein Musikinstrument. Dabei folgt jeder Tag derselben Struktur, die um 16.30 Uhr mit einer Phase des Sammelns beginnt und zur Komposition übergeht. Nach der Essenspause wird zusammen mit Herberts Band aufgenommen. Der Tag endet mit einer Diskussionsrunde und dem gemeinsamen Hören der an diesem Tag aufgenommenen Musik. Jede kann kommen und gehen, wann sie will. Nur während der Aufnahmen sind die Türen geschlossen. Wer dabei ist, ist dabei.

Es versteht sich von selbst, dass der Prozess am besten begleitet, mitgestaltet und erlebt werden kann, wenn man sich mehrere Tage in Matthew Herberts Studio einfindet: Das Ereignis ist immer im Fluss. Der Prozess ist wichtiger als das Ergebnis. Und jede nimmt davon etwas anderes mit nach Haus.

Ulrich Gutmair ist Kulturredakteur der taz. Im vergangenen Jahr ist seine Geschichte der frühen Neunziger in Berlin erschienen: „Die ersten Tage von Berlin. Der Sound der Wende“. Drei Houseplatten von Matthew Herbert befinden sich in seiner Plattensammlung.

Fr, 12. Sep.
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Peter Seiffert wird „Berliner Kammer...

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Peter Seiffert wird „Berliner Kammersänger“

Peter Seiffert in TRISTAN UND ISOLDE © Matthias Horn

Peter Seiffert in TRISTAN UND ISOLDE © Matthias Horn

Wir freuen uns sehr, dass der Berliner Senat dem Vorschlag der Deutschen Oper Berlin gefolgt ist und Peter Seiffert den Ehrentitel „Berliner Kammersänger“ verleiht. Die feierliche Urkundenübergabe findet am 7. Dezember 2014 im Anschluss an die Vorstellung von Wagners Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg, eine der Paraderollen des Tenors, in der Deutschen Oper Berlin statt. Die Ehrung wird Staatssekretär Tim Renner vornehmen.

Peter Seiffert ist einer der ganz Großen seines Faches und singt an allen großen Opernhäusern der Welt. Seine Karriere begann nach ersten Erfolgen in Düsseldorf und München an der Deutschen Oper Berlin, wo er von 1982 bis 1992 fest im Ensemble engagiert war und schnell zum Publikumsliebling avancierte. Seine lyrische leuchtende Stimme, die ihn für Mozart-Partien wie auch für den Faust von Charles Gounod prädestinierte, entwickelte sich im Lauf der Jahre systematisch in das schwerere Fach, das er 1990 mit der von Götz Friedrich inszenierten Premiere LOHENGRIN betrat. Auch als freischaffender Künstler kommt er immer wieder gern nach Berlin zurück, an die Deutsche Oper wie an die Staatsoper, und wird vom Publikum begeistert gefeiert. In den letzten Jahren war er als Turiddu, Pedro, Tannhäuser, Siegmund, Otello und Tristan an der Deutschen Oper Berlin zu erleben.

Do, 4. Sep.
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Götz-Friedrich-Preis 2013/2014

Der Götz-Friedrich-Preis für die beste Opernaufführung der Spielzeit 2013/14 geht an Yuval Sharon für seine Inszenierung...

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Götz-Friedrich-Preis 2013/2014

Der Götz-Friedrich-Preis für die beste Opernaufführung der Spielzeit 2013/14 geht an Yuval Sharon für seine Inszenierung von John Adams Oper DOCTOR ATOMIC am Staatstheater Karlsruhe. Den Studio-Preis erhält Béatrice Lachaussée für die Inszenierung von Wolfgang Rihms Kammeroper JAKOB LENZ, eine Produktion der Oper Köln in der Trinitatiskirche. Die Preisgelder werden auch in diesem Jahr von der Gasag gestiftet.

Die Preisverleihung findet am 3. Dezember 2014 um 20 Uhr im Foyer der Deutschen Oper Berlin statt. Bei diesem Anlass wird Dr. Christian Wildhagen (FAZ) mit dem Regisseur und ehemalige Preisträger Prof. Sebastian Baumgarten über das Thema „Wie werde ich Opernregisseur – und warum?“ sprechen.

Di, 26. Aug.
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Erinnerungen an Lorin Maazel

1964 hatte sich das Radio-Symphonie-Orchester Berlin (heute Deutsches Symphonie-Orchester Berlin) bereits für den 34-jäh...

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Erinnerungen an Lorin Maazel

Lorin Maazel © Ilse Buhs

Lorin Maazel © Ilse Buhs

1964 hatte sich das Radio-Symphonie-Orchester Berlin (heute Deutsches Symphonie-Orchester Berlin) bereits für den 34-jährigen Lorin Maazel als Chefdirigenten entschieden, der die Nachfolge des im Vorjahr verstorbenen Ferenc Fricsay antreten sollte, da bot ihm der Senat von Berlin einen Doppelvertrag – wie ihn einst auch Fricsay hatte – als musikalischer Leiter sowohl beim Rundfunk als auch an der Deutschen Oper Berlin an. Als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin füllte er eine Lücke, die bereits über zehn Jahre klaffte, seit nämlich Fricsay 1952 diese Funktion aufgegeben hatte, suchte das Haus nach einem Nachfolger. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde dieser dem neuen Haus in der Bismarckstraße wieder vorstehen, doch die schon fortgeschrittene Krankheit erlaubte es nicht.

Entsprechend hoch waren die Erwartungen, die in den jungen Lorin Maazel gesetzt wurden – und er enttäuschte sie nicht. Er trat seinen Dienst mit einer Neuproduktion von LA TRAVIATA in italienischer Sprache an, was keine Selbstverständlichkeit war, DON GIOVANNI, EIN MASKENBALL, DON CARLOS und LA BOHEME etwa wurden noch in deutscher Sprache gesungen, lediglich COSI FAN TUTTE und seit kurzem auch RIGOLETTO wurden in der Originalsprache aufgeführt. Zwei weitere Premieren dirigierte er in kurzer Folge, die ein weit gespanntes Repertoire-Interesse erkennen ließen: DIE HEIMLICHE EHE von Domenico Cimarosa (diese Komödie allerdings aus Gründen der Verständlichkeit in deutscher Sprache) und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER. In der gleichen Spielzeit übernahm er auch das Dirigat von FIDELIO und TRISTAN UND ISOLDE. Am 21. Mai 1966 sang Birgit Nilsson als Gast die Isolde; das Publikum blieb 40 Minuten nach der Vorstellung im Saal und bescherte den Solisten und dem Dirigenten 56 Vorhänge. LA TRAVIATA wurde für die Schallplatte aufgenommen und ist heute als CD verfügbar, DIE HEIMLICHE EHE ist vom ZDF aufgezeichnet worden und liegt heute als DVD in der von Arthaus Musik und der Deutschen Oper Berlin Reihe „Deutsche Oper Berlin 100 Jahre 1912–2012“ vor.

Auch in den folgenden drei Spielzeiten dirigierte er jeweils drei Neuproduktionen. Erst in der letzten vor seinem überraschenden Rückzug waren es nur zwei, sodass er in seiner Amtszeit auf nicht weniger als 14 Premieren kam. 1967 studierte er innerhalb von neun Monaten den gesamten RING DES NIBELUNGEN ein, die Inszenierung stammte vom Generalintendanten Gustav Rudolf Sellner, die Ausstattung entwarf der österreichische Bildhauer Fritz Wotruba, der die Entwürfe von Adolphe Appia und Edward Gordon Craig konsequent weiterführte.

Auch eine Uraufführung dirigierte er, ODYSSEUS von Luigi Dallapiccola, und die älteste Produktion im heutigen Repertoire der Deutschen Oper Berlin, TOSCA, lag am 13. April 1969 in seinen Händen.

Drei Neuproduktionen betreute Lorin Maazel nach seiner Amtszeit als Generalmusikdirektor noch an der Deutschen Oper Berlin, zwei davon mit Ernst Schröder als Regisseur, eine mit Rudolf Noelte. Schröders Inszenierung der ELEKTRA war für lange Zeit die einzige Produktion dieser Strauss-Hofmannsthal-Oper, die hell leuchtete und den Hinterhof des Atridenpalastes nicht in düsteres Schwarz in Schwarz setzte. Dazu passte, dass Maazel – wie Strauss es gefordert hatte, aber selten realisiert sah – nach übereinstimmender Meinung der Kritiker dem Orchester „Elfenmusik“ entlockte. Die Noelte-Inszenierung DON GIOVANNI blieb wie ELEKTRA 30 Jahre im Repertoire und wenn auch in späteren Jahren viele sehr unterschiedliche Dirigenten den Stab führten, blieb die Erinnerung an die musikalische Einstudierung Maazels wach. Eine Rundfunk-Dokumentation seiner letzten Einstudierung an der Deutschen Oper Berlin, EIN MASKENBALL (besser UN BALLO IN MASCHERA, denn nun wurde die Oper in der Originalsprache herausgebracht) wurde in ganz Europa verbreitet und machte seine penible und doch lockere Arbeitsweise vielen Musikern wie Laien bekannt.

Generalmusikdirektor Donald Runnicles wurde von Lorin Maazel eingeladen, an seiner Stelle beim Castleton Festival in Virginia ein Mozart-Programm zu dirigieren. Bei dieser Gelegenheit lernte er den bereits schwer kranken aber immer noch hellwachen Grandseigneur der Musik persönlich kennen. Donald Runnicles sagt dazu: „Bereits seit der Kindheit begleiteten mich die Interpretationen dieses Dirigenten. Besonders die unglaublichen Aufführungen der Mahler-Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern haben mich tief beeindruckt. Er dirigierte alles auswendig und besaß eine einmalige Schlagtechnik. Ich konnte damals nicht ahnen, dass ich einmal einer seiner Nachfolger werden würde. Mit seinem Tod haben wir von einem Giganten der Musik Abschied nehmen müssen.“

Fr, 27. Jun.
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Reise durch eine Technik-Landschaft

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Di, 23. Sep

The Recording

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Do, 25. Sep

Trailer von Chris and the Fatsox



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Tischlerei 2014/2015

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Tischlerei 2014/2015

  • Tischlerei
    Ecke Zillestraße / Richard-Wagner-Straße, 10585 Berlin.
    Die Tischlerei öffnet 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

    Kartenverkauf
    Karten für die Vorstellungen in der Tischlerei sind montags bis samstags von 11 Uhr bis 1,5 Std. vor Vorstellungsbeginn sowie sonntags von 10 – 14 Uhr an der Kasse (Zugang Götz-Friedrich-Platz) oder ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse der Deutschen Oper Berlin (Zugang Bismarckstraße 35) erhältlich.
    In der Tischlerei gibt es keinen Kassenbetrieb. Selbstverständlich sind Karten telefonisch unter 030-343 84 343 und im Webshop zu erwerben.

    Anfahrt
    U2 bis „Deutsche Oper“ oder U2 / U7 bis „Bismarckstraße“ (diese Station ist barrierefrei) / Bus 101 bis „Otto-Suhr-Allee/Leibnizstr.“, M45 bis „Richard-Wagner-Platz“

  • Produktionen in der Tischlerei


    The Recording
    Matthew Herbert und Band / weiterlesen
    18., 19., 20., 21., 22., 23., 24., 25. September 2014
    Tryout / Kooperation mit der HfM „Hanns Eisler“
    Musiktheater für Kinder und Jugendliche /
    Herbst 2014 (öffentliche Präsentation)
    In Transit / Premiere
    Eva-Maria Abelein, Mischa Tangian u. a. / weiterlesen
    6., 8., 9., 17., 18., 19. November 2014
    Gold / Premiere
    Leonard Evers (*1985) / weiterlesen
    5., 7., 9., 10., 11., 12., 21., 22. Dez. 2014; 9., 10., 11. Feb.; 6., 7., 8. Mrz. 2015
    Give-A-Way / Premiere
    Klangrecherche mit Schülern, Musikern und Alexandra Holtsch / weiterlesen
    24., 27., 28., 29. Januar 2015
    Kannst du pfeifen, Johanna / Wiederaufnahme
    Gordon Kampe (*1976) / weiterlesen
    20., 21., 22., 24., 25., 26. Februar 2015
    Neue Szenen II / Uraufführungen
    Internationaler Kompositionswettbewerb / weiterlesen
    10., 11., 14., 15. April 2015
    Augenblick mal! / Festival
    Das Festival des Theaters für Junges Publikum /
    21. – 26. April 2015
    Hoffmann / Wiederaufnahme
    nach Jacques Offenbach (1819 –1880) / weiterlesen
    6., 7., 8. Mai 2015
    Comfort Ye / Gastspiel
    Ein Opernprojekt des Umcolo, Südafrika / weiterlesen
    30., 31. Mai 2015
    Sounds for a while / Premiere
    Musiktheaterinstallation von Anselm Dalferth / weiterlesen
    25., 27., 28., 29., 30. Juni; 2. Juli 2015

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Sascha Weidner – Fotografien zur Saison 14/15

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