Der Barbier von Sevilla

[Il Barbiere di Siviglia]

Gioacchino Rossini (1792 – 1868)

Melodramma buffo in two acts; Libretto by Cesare Sterbini, based on a drama by Pierre-Augustin Caron de Baumarchais; First performed on 20. February, 1816 in Rome; Premiered at the Deutsche Oper Berlin on 29. November, 2009

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Guillermo García Calvo
Moritz Gnann (22.02.2014)
Katharina Thalbach
Momme Röhrbein
Guido Maria Kretschmer
Thomas Richter
Taylor Stayton
Philippe Talbot (17.10.2013)
Matthew Newlin (21.12.2013 | 22.02.2014)
Yosep Kang (26.12.2013)
Tiziano Bracci
Maurizio Muraro (21.12.2013 | 26.12.2013)
Annalisa Stroppa
Jana Kurucová (21.12.2013 | 26.12.2013 | 22.02.2014)
Roxana Constantinescu (26.12.2013)
Etienne Dupuis
Davide Luciano (26.12.2013)
Nikolay Borchev (22.02.2014)
Andrew Harris
Arutjun Kotchinian (21.12.2013 | 26.12.2013)
Marko Mimica (26.12.2013 | 22.02.2014)
Davide Luciano
Stephen Barchi (21.12.2013 | 26.12.2013 | 22.02.2014)
Alexandra Hutton
Hulkar Sabirova (21.12.2013 | 26.12.2013)
Stephen Barchi
Ben Wager (21.12.2013 | 26.12.2013)
Andrew Harris (22.02.2014)
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Die Geschichte ist turbulent: Ein alter Griesgram will sein Mündel heiraten, um an dessen beträchtliches Erbe zu gelangen, und trifft dabei jede erdenkliche Vorkehrung, um der hübschen Rosina den Weg in die Außenwelt – und damit zu möglichen jungen Liebhabern – zu versperren. Doch längst hat der Graf Almaviva seine Liebe zu ihr entdeckt. Mit Hilfe des umtriebigen Barbiers Figaro will er dem Alten ein Schnippchen schlagen, Rosina für sich gewinnen und überdies noch sicherstellen, dass nicht sein Titel oder Reichtum, sondern allein die Liebe die junge Frau in seine Arme führt. Keine leichte Aufgabe für Figaro, denn auch die Gegner scheuen keine Mühe … Am Ende siegt die Liebe, und es stellt sich heraus, dass alle Vorsicht nutzlos war!

Dass diese Geschichte viel Potential zur Komik mit sich bringt, ist völlig klar. „Aber am komischsten ist die Musik“ – so Regisseurin Katharina Thalbach. „Von der Artistik und dem Tempo Rossinis war ich wie vom Donner gerührt. ... Bei den Proben merke ich immer wieder, wie mir die Musik in die Beine fährt und ich unwillkürlich mittanze. Das flirrt, prickelt und macht einfach Spaß. Und dieses Lebensgefühl soll bei unserer Produktion möglichst auch so rüberkommen.“ Im farbenfrohen Ambiente eines südländischen Badeortes entfaltet Thalbach ein turbulentes Panoptikum um den umtriebigen Figaro, dessen Erfindungsreichtum am Ende alle Hindernisse überwindet.

Pierre Augustin Caron de Beaumarchais (1732 – 1799) erfand die Figur des ebenso intriganten wie gewitzten Barbiers und widmete ihm eine ganze Komödien-Trilogie, von denen vor allem die ersten beiden Teile LE BARBIER DE SEVILLE OU LA PRECAUTION INUTILE (1775) und LA FOLLE JOURNEE OU LE MARIAGE DE FIGARO (1778) weltberühmt wurden. Der dritte Teil, L’AUTRE TARTUFFE OU LA MERE COUPABLE, der 1792 erschien, trat hinter den Erfolg ihrer Vorgänger, vielleicht bedingt durch die Wirren der Französischen Revolution, eher zurück. Obwohl das revolutionäre Potenzial vor allem des zweiten Teils der Komödie in der genialen Vertonung Mozarts – DIE HOCHZEIT DES FIGARO – am deutlichsten spürbar wird, besitzt auch der Barbier des ersten Teils viel respektloses Temperament, das ihn zur Hauptfigur einer komischen Oper geradezu prädestiniert. Giovanni Paisiello hatte 1782 mit seiner Vertonung des BARBIERE einen durchschlagenden Erfolg, so dass Rossini gegen ein scheinbar übermächtiges Vorbild antrat, als er beschloss, denselben Stoff erneut zum Gegenstand einer komischen Oper zu machen. Und doch gelang ihm 34 Jahre nach Paisiellos Triumph die vielleicht witzigste und temporeichste Opera buffa der Operngeschichte.

„Es war ganz Rossinische Weise, wie sie sich im BARBIER VON SEVILLA am lieblichsten offenbart. Die Verächter italienischer Musik, die auch dieser Gattung den Stab brechen, werden einst in der Hölle ihrer wohlverdienten Strafe nicht entgehen, und sind vielleicht verdammt, die lange Ewigkeit hindurch nichts anderes zu hören als Fugen von Sebastian Bach.“ (Heinrich Heine)

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Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts