Fausts Verdammnis

[La Damnation de Faust]

Hector Berlioz (1803 – 1869)

Dramatische Legende in vier Teilen; Libretto von Hector Berlioz und Almire Gandonnière nach Goethes „Faust I“ in der Übersetzung von Gérard de Nerval; Uraufführung am 6. Dezember 1846 im Salle Favart [ Opéra-Comique ] in Paris;
Szenische Uraufführung am 18. Februar 1893 im Salle Garnier in Monte Carlo; Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 23. Februar 2014

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

open

Cast

close

Cast

Donald Runnicles
Friedemann Layer (27.02.2014)
Christian Spuck
Emma Ryott
Reinhard Traub
Ulrich Niepel
Jan Joost Verhoef
William Spaulding
Dorothea Hartmann
Clémentine Margaine
Klaus Florian Vogt
Matthew Polenzani (23.05.2014 | 26.05.2014 | 29.05.2014 | 01.06.2014)
Samuel Youn
Ildebrando D'Arcangelo (23.05.2014 | 26.05.2014 | 29.05.2014 | 01.06.2014)
Marko Mimica
Tobias Kehrer (23.02.2014 | 23.05.2014 | 26.05.2014 | 29.05.2014 | 01.06.2014)
Heidi Stober
Elbenita Kajtazi (23.05.2014 | 26.05.2014 | 29.05.2014 | 01.06.2014)
Chor der Deutschen Oper Berlin
Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin
open

Information

close

Information

Klassisch und maßvoll war Hector Berlioz nie: weder im Leben noch in der Kunst. Auch seine musikalische Version des Faust-Mythos sprengt alle Konventionen und Gattungsgrenzen. FAUSTS VERDAMMNIS betitelte Berlioz zunächst als „konzertante Oper“, dann „dramatische Legende“. Letztlich ist dieses Werk vor allem eins: ein großes Spektakel, das alle denkbaren Formen integriert. Oper, Oratorium und sinfonische Elemente, dazu Liedeinlagen, Tänze, Märsche, Trinklieder, große Chornummern, eine Fugen-Parodie oder das Quodlibet von übereinander geschichteten Soldatengesängen sind Bestandteil der Partitur. Musikalisch könnte eine Komposition aus der Mitte des 19. Jahrhunderts kaum heterogener sein.

Hierin spiegelt sich auch die Titelfigur selbst: Die Welt von Berlioz’ Faust ist nicht mehr einheitlich und linear beschreibbar. In Episoden wird das Leben und Sterben eines Romantikers erzählt, der nicht als aktiv Handelnder auftritt, sondern in der Nachfolge eines Lord Byron am „ennui“ leidet. Nichts kann Faust aus dieser Langeweile und Lethargie herausreißen, weder kriegerischer Lärm, noch Folklore, noch alles, was Mephisto an musikalisch-theatralischem Spektakel aufbietet.

Christian Spuck ist einer der wichtigsten Choreographen der jüngeren Generation. In den letzten Jahren prägte er als Hauschoreograph das Stuttgarter Ballett und ist seit 2012 Direktor des Balletts an der Oper Zürich. Christian Spuck arbeitet mehr und mehr auch spartenübergreifend in Oper und Tanz. Mit Berlioz’ FAUSTS VERDAMMNIS stellt er sich als Regisseur und Choreograph erstmals in Berlin vor.

Präsentiert von Dussmann - Das Kulturkaufhaus und tip berlin.

open

Accompanying Programme

close

Accompanying Programme

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts (nicht zur Premiere)