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Blondinen bevorzugt?

Gesine Danckwart forscht über Macht und Weiblichkeit, Identität und Egalität.

The Making of Blond
Eine szenische Installation von Gesine Danckwart; Chez Company Künstlerische Leitung, Konzeption, Inszenierung, Text: Gesine Danckwart; Komposition: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel
5. März 2021

»Start dieser Arbeit ist eine ausführliche Recherche in der Oper, in der wir uns Rollen vor und hinter den Kulissen anschauen. Wir werden mit den Erzählungen des Kanons spielerisch umgehen, eine Installation entwickeln, in der Rollen als Optionen gezeigt werden. ›Blond‹ ist dabei für uns ein stark aufgeladener Begriff, der sofort eine – durchaus problematische – Bilderwelt öffnet. Seit der Antike steht er für Unschuld und Jugend. Die Nazis haben sich das Blond für ihre arische Ideologie gekapert. Vamps leuchteten am eindrucksvollsten blond gegen schwarzes Zelluloid. Wenn man an Stars wie Blondie oder Madonna denkt, die sich sehr selbstbewusst dieses Farbtons ermächtigt haben, stellt sich die Frage: Ist das blonde Klischee nicht längst überwunden? Leider nein! Für uns steht es symptomatisch für nur scheinbar überwundene Grenzen entlang von Geschlechteridentitäten, die sich noch längst nicht erledigt haben.

Wir wünschen uns eine egalitäre Gesellschaft – aber wie weit sind wir damit eigentlich? Unsere Gesellschaft ist sozial und politisch nicht gleichberechtigt. Im Theater und noch viel mehr in der Oper sind weniger als ein fünftel der Machtpositionen Regie und Intendanz mit Frauen besetzt, und wenn, dann meist nicht an und auf den großen Bühnen. Das sehen wir auch in anderen Bereichen, in denen es um viel Geld und Macht geht, in Aufsichtsräten und Vorständen. Warum wirken Rollenbilder so nachhaltig? Der Wunsch nach anderen Lebensmodalitäten, anderen Machtstrukturen entzieht sich unseres Erachtens dabei einer Geschlechterzuordnung.

»Nur ein Fünftel der Regie und Intendanz liegt in den Händen von Frauen.«
 

 

Nach einer intensiven Arbeit am Wiener Burgtheater mit THE BLOND PROJECT können wir, Chez Company, diese Fragen weiter vertiefen und in der Deutschen Oper Berlin mit Julia Dalis- Hansen und dem Komponistenduo Thomas Kürstner und Sebastian Vogel neu stellen. THE MAKING OF BLOND ist kein fertiges Stück, sondern ein Prozess. Libretto, Komposition und die Inszenierung werden gemeinsam entwickelt.«

 

Gesine Danckwart arbeitet als Autorin und Regisseurin für Theater-, Film- und Kunstprojekte an festen Theaterhäusern und in freien internationalen Kontexten. Seit 2011 entwickelt sie mit dem in Berlin beheimateten Theaterkollektiv Chez Company Arbeiten wie »Die Barfactory: Chez Icke« oder »Avatar Tales« in Peking 2018. Sie lebt in Berlin und arbeitete unter anderem in Mannheim, München, Wien, Hamburg, Shanghai, Johannesburg, São Paulo und Bydgoszcz

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