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Don Carlo

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Sa 10.04.2021 - 19:00 Uhr
C-Preise: € 100,– / € 82,– / € 58,– / € 34,– / € 24,–

Informationen zum Werk

Oper in vier Akten
Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle nach Friedrich Schillers Tragödie
Uraufführung der italienischen Fassung von Achille de Lauzières am 10. Januar 1884 in Mailand
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 23. Oktober 2011

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

3 Stunden 30 Minuten / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Besetzung

Musikalische Leitung

Carlo Rizzi

Inszenierung, Bühne, Licht

Marco Arturo Marelli

Kostüme

Dagmar Niefind

Chöre

Jeremy Bines

Philipp II.

Roberto Tagliavini

Don Carlo

Russell Thomas

Rodrigo, Marquis von Posa

Davide Luciano

Graf von Lerma / Herold

Andrei Danilov

Der Großinquisitor

Albert Pesendorfer

Ein Mönch

Joel Allison

Elisabeth von Valois

Rachel Willis-Sørensen

Prinzessin Eboli

Judit Kutasi

Stimme von oben

Jacquelyn Stucker

1. Flandrischer Deputierter

Dean Murphy

2. Flandrischer Deputierter

Tyler Zimmerman

3. Flandrischer Deputierter

Padraic Rowan

4. Flandrischer Deputierter

Byung Gil Kim

5. Flandrischer Deputierter

N. N.

6. Flandrischer Deputierter

Philipp Jekal

Zum Inhalt

Man weiß, dass Giuseppe Verdi sich als kritischer Geist nicht nur mit den Zeitläuften seiner Epoche herumgeplagt hat, sondern sehr wohl auch dem eigenen Schaffen mit stetig überarbeitungsbereiter Skepsis begegnet ist.

Keine andere seiner Opern hat er so häufig redigiert, gekürzt, umgestellt und neugefasst wie ausgerechnet diejenige, die durch ihr engmaschiges Gewirk aus politischen, religiösen und gesellschaftlichen Zwängen am ehesten an die Unausweichlichkeiten des griechischen Dramas heranreicht und damit seine düsterste geworden ist: DON CARLO.

Fast zwanzig Jahre liegen zwischen dem Kompositionsbeginn 1865 und der Mailänder Aufführung jener vieraktigen Fassung, die heute die meistgespielte ist. Verdi plagte sich dabei nicht nur mit den beiden Sprachen und ihren so verschiedenen Ausdrucksgestus, sondern versuchte auch immer wieder durch Kürzungen und Umstellungen zum optimalen Ergebnis zu gelangen. So bringt es die Schillers Drama in weiten Teilen getreue Oper auf nicht weniger als sieben Versionen.

Das Licht der Vernunft freilich sieht man in keiner aufscheinen. Gefangene ihrer Zwänge, Gefangene in selbstangelegten Zügeln, Gefangene aber vor allen Dingen einer stets tödlich drohenden geistlichen Macht, der selbst die weltliche Herrschaft nicht gewachsen ist – die Ausweglosigkeit menschlicher Verstrickungen in diesem Netzwerk des Terrors bringt Verdi elementar auf den Punkt: Freiheit verspricht allenfalls der Tod.

Unterstützer

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.
Präsentiert von Cinestar.