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  • Das Rheingold © Bettina Stöß

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Mark Delavan als Wotan, Andrea Silvestrelli als Fafner, Reinhard Hagen als Fasolt, Judit Németh als Fricka, Manuela Uhl als Freia

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Götz Friedrich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Andrea Silvestrelli als Fafner, Manuela Uhl als Freia, Reinhard Hagen als Fasolt

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Tomasz Konieczny als Alberich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Peter Maus als Mime

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Markus Brück als Donner, Mark Delavan als Wotan, Judit Németh als Fricka, Thomas Blondelle als Froh, Andrea Silvestrelli als Fafner, Manuela Uhl als Freia, Reinhard Hagen als Fasolt, Ewa Wolak als Erda

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Mark Delavan als Wotan

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Götz Friedrich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Mark Delavan als Wotan

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Martina Welschenbach als Woglinde, Tomasz Konieczny als Alberich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Götz Friedrich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Götz Friedrich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Ulrike Helzel als Wellgunde, Judit Németh als Fricka, Mark Delavan als Wotan u. a.

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Mark Delavan als Wotan, Judit Németh als Fricka

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Mark Delavan als Wotan, Thomas Blondelle als Froh, Judit Németh als Fricka, Markus Brück als Donner, Burkhard Ulrich als Loge

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Tomasz Konieczny als Alberich, Burkhard Ulrich als Loge

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Tomasz Konieczny als Alberich

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Peter Maus als Mime, Burkhard Ulrich als Loge

  • Das Rheingold © 2010, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Götz Friedrich

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Der Ring des Nibelungen - Das Rheingold

Richard Wagner (1813 – 1883)

Der Vorabend
Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend
Uraufführung am 22. September 1869 in München
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 16. September 1984

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

2 Stunden 30 Minuten / Keine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Zum Inhalt

„Der Anfang zeigt schon das Ende. Und das Ende ist neuer Anfang. Zeiten und Räume überlagern sich im RING. Es gibt keine historische Zeit. Wagner schafft für seine Weltparabel die „künstliche Zeit“ eines „Vorabends“ mit drei darauf folgenden Werken. Wagners „Theater der Zukunft“, im RING am umfangreichsten entworfen, stellt sich als epischer Report eines Untergangs dar, als grandioses Endspiel, in der Größe des Entwurfs am ehesten der Oresteia des Aischylos oder Shakespeares Königsdramen vergleichbar. Wo spielt der RING? In einem vorhistorischen Skandinavien? In einem romantischen Deutschland mit Wäldern, Burgen und Palästen? Oder im Wilhelminismus der Gründerzeit? Gar im „Tausendjährigen Reich“? Oder schon „2001“? Die ehrlichste, richtigste Entscheidung, die man treffen kann, heißt: auf dem Theater, auf der heutigen Musikbühne, gespannt zwischen die Konventionen und Visionen des Theaters der Vergangenheit und eines Theaters der Zukunft. Unsere Bühne begreift sich als „Zeittunnel“. Jede Gestalt, jede Situation sind jetzt und einst. Was oben ist, verkehrt sich, wird ein Unten. Aus Hoffnung ist Angst geworden, die sich noch einmal Freiheit imaginiert. Anfang heißt Ende, und Ende ist Neubeginn.“ (Götz Friedrich, 1984)

„Für GÖTTERDÄMMERUNG hatten wir einen Tunnel vorgesehen in Anlehnung an die Washingtoner Metro, von der mir ein Opernfreund gezielt eine Postkarte geschickt hatte. Wir entschlossen uns, diese Tunnelidee für den ganzen Zyklus zu verwenden und wurden dabei gestützt von Henry Moores Zeichnungen aus den Londoner U-Bahn-Tunnels und vielen anderen Anregungen, die bald in den Begriff des „Zeittunnels“ gefasst wurden. Es schien uns die geeignete Dimension, Raum und Zeit zu kombinieren, Vergangenes, Heutiges und Künftiges zu überlagern und sich durchdringen zu lassen. Und der Gedanke, dass der RING ein Parabel-Spiel sei, konkretisierte sich uns auf verblüffende Weise: die Götter und die ihnen feindlich und freundlich zugehörenden Lebewesen haben sich unter die Erde zurückgezogen. Und dort spielen sie sich und uns noch einmal und immer wieder das große Spiel um Macht und Liebe vor …“ (Götz Friedrich, 1990)

„Schon vor dem Vorspiel öffnet sich der eiserne Vorhang in minutenlanger Stille. Das Schweigen des Anfangs steht für das stumme Ende. Die verhüllten Gestalten der salzsäulenhaft erstarrten Spieler werden im Zustand des Vorher und Nachher sichtbar. Die Bühne stellt einen ›Zeittunnel‹ dar, in dem die Kräfte und Geschehnisse des Gestern und Heute und vielleicht des Morgen miteinander verschmelzen; er ist zugleich der Zufluchtsort der hierher Vertriebenen nach einer Katastrophe. DAS RHEINGOLD ist damit nicht mehr allein das Götterdrama, sondern das Drama des Lebens schlechthin mit seinen der Bewusstheit innewohnenden Kräften der Zerstörung. Wotans Wille zur Macht entspricht seinem Hang zum „Wandel und Wechsel“, dem er sich bis zur totalen Verkennung der realen Möglichkeiten hingibt. Loge, der neutrale Berater an seiner Seite, ist gleichgültig gegenüber dem Schicksal der Lebenden. Ausgestattet mit einer von allen Normen des Ethos losgelösten Ratio, sieht er das kommende Ende der in Dekadenz erstarrten Götterwelt voraus. Bei den Worten „Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen!“ lässt ihn Friedrich wie einen Conférencier aus dem Spiel heraustreten und sich ans Publikum wenden. Dies bringt noch einmal die Fokussierung der Grundidee, die ganz deutlich alle betrifft. Währenddessen schreiten die Götter selbstvergessen in einer inhaltsleer gewordenen Pavane – mit sich selbst kokettierend – Walhall zu.“(K. Klebe, Das Opernglas)