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  • Ein Maskenball © Marcus Lieberenz, 2016

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Judit Kutasi als Ulrika, Adrianne Pieczonka als Amelia, Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Judit Kutasi als Ulrika, Adrianne Pieczonka als Amelia, Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Etienne Dupuis als Anckarström, Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Elena Tsallagova als Oscar, Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Elena Tsallagova als Oscar, Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Adrianne Pieczonka als Amelia

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Adrianne Pieczonka als Amelia

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Judit Kutasi als Ulrika, Etienne Dupuis als Anckarström, Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III.

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Etienne Dupuis als Anckarström, Jorge de León als Gustaf III., Elena Tsallagova als Oscar

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Elena Tsallagova als Oscar, Jorge de León als Gustaf III., Adrianne Pieczonka als Amelia

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Adrianne Pieczonka als Amelia, Etienne Dupuis als Anckarström

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    u. a. Etienne Dupuis als Anckarström

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Adrianne Pieczonka als Amelia

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Adrianne Pieczonka als Amelia

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Elena Tsallagova als Oscar

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Jorge de León als Gustaf III., Elena Tsallagova als Oscar

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

  • Ein Maskenball © 2016, Marcus Lieberenz

    Etienne Dupuis als Anckarström

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Ein Maskenball

Giuseppe Verdi (1813 – 1901)

Melodramma in drei Akten
Libretto von Antonio Somma nach dem Drama „Gustave III.“ von Eugène Scribe
Uraufführung am 17. Februar 1859 in Rom
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Dezember 1993

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

3 Stunden / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Besetzung

Musikalische Leitung

Donald Runnicles

Inszenierung

Götz Friedrich

Bühne, Kostüme

Gottfried Pilz

Bühne, Kostüme

Isabel Ines Glathar

Chöre

Jeremy Bines

Choreografische Mitarbeit

Andria Hall

Gustaf III, König von Schweden

Dmytro Popov

Graf René Anckarström

Luca Salsi

Amelia, seine Gattin

Anja Harteros

Ulrika Arvedson, Wahrsagerin

Judit Kutasi

Oscar, Page

Heidi Stober

Christian, ein Seemann

Dong-Hwan Lee

Graf Horn

Andrew Harris

Graf Ribbing

Derek Welton

Der Oberste Richter

N. N.

Zum Inhalt

König Gustaf III. hält seine Morgenaudienz, als wäre es eine Theatervorstellung. Der Page Oskar überreicht dem König die Gästeliste eines bevorstehenden Maskenballs. Gustaf entdeckt darauf den Namen Amelias, der Frau seines besten Freundes René Anckarström, die er heimlich liebt. Eine Verschwörung gegen den König bahnt sich an. René warnt ihn, aber der König unterschätzt die Gefahr. Auch den Orakelspruch der Wahrsagerin Ulrika, die ihm weissagt, dass er getötet werden wird von dem, der ihm zuerst die Hand reichen wird, nimmt er nicht ernst, ist es doch sein Freund René Anckarström, der ihn mit Handschlag begrüßt. Als sich Gustaf und Amelia um Mitternacht auf der Richtstätte ihre Liebe gestehen, taucht René unerwartet auf, um den Freund erneut zu warnen. Er tauscht den Mantel mit dem König, damit dieser unerkannt fliehen kann und verspricht, die verschleierte Unbekannte zurück zur Stadt zu geleiten. Die Verschwörer kommen und greifen den vermeintlichen König an. René gibt sich zu erkennen. Seine Frau Amelia wirft sich zwischen die Kämpfenden und lässt dabei ihren Schleier fallen. Als betrogener Ehemann verspottet, will sich René den Verschwörern anschließen. Als der Page Oskar des Königs Einladung zum Maskenball bringt, beschließt er, den Ball für Gustaf zum Totentanz werden zu lassen, ohne zu wissen, dass sich der König bereits gegen die Liebe und für die Pflicht entschieden hat. Als er von Amelia Abschied nimmt, wird er von René erschossen.

UN BALLO IN MASCHERA gilt als Musterbeispiel für Verdis neue Ästhetik der verità, die ein breites Spektrum musikalisch-dramatischer Facetten entwickelt. Der tragischen Liebesbeziehung zwischen König Gustaf III. und Amelia, die einem Verhängnis gleicht, wird als Kontrapunkt die strahlende Hofatmosphäre, vor allem repräsentiert durch den Pagen Oskar, gegenübergestellt. Dramatischer Höhepunkt ist das Finale des 3. Aktes: Auf dem Maskenball der Hofgesellschaft finden sich mit dem Grafen René Anckarström auch die Verschwörer ein, die beiden Handlungsstränge durchdringen sich gegenseitig. Vor dem Hintergrund eleganter Tanzmusik entwickelt sich die Katastrophe. Die letzte Begegnung zwischen Amelia und Gustaf wird begleitet von einem stilisierten Menuett, nur einmal unterbrochen durch eine angstgeladene Musik, wenn Amelia um das Leben des Geliebten fürchtet. Die zwischen Begehren und Gewissensqual wechselnden Gefühle der beiden Hauptfiguren spiegelt die Vielfalt der musikalischen Gestaltung: musikalische Kontraste, scharfe Punktierungen und Synkopenbildungen bringen die Intensität der Gefühle zum Ausdruck. Das Drama vollzieht sich vor allem in der Musik.

Götz Friedrich und seine beiden Ausstatter lassen es darüber hinaus durch ihre Bühnengestaltung und eine ausgefeilte Personenregie auch auf der Bühne sicht- und erfahrbar werden.