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09. Dez

Once to be realised

Sechs Begegnungen mit Jani Christous „Project files“
So 07.06.2020 - 20:00 Uhr
Preise: € 20,– / ermäßigt* € 10,–

*) Alle Ermäßigungsberechtigten erhalten Karten zum ermäßigten Preis von € 10,00 bereits im allgemeinen Vorverkauf. Bei Webbuchung wählen Sie bitte nach Auswahl des Platzes die Verkaufsart „ermäßigt“ im Pull-Down-Menu unter dem Saalplan.

Informationen zum Werk

Sechs Begegnungen mit Jani Christous „Project files“ von Beat Furrer, Barblina Meierhans, Olga Neuwirth, Younghi Pagh-Paan, Samir Odeh-Tamimi und Christian Wolff
Uraufführung am 16. Mai 2020 im Rahmen der Münchner Biennale
Premiere am 5. Juni 2020 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

empfohlen ab 14 Jahren

In deutscher Sprache

ca. 75 Minuten / keine Pause

Zum Inhalt

Eine Frau in Schwarz, ein Klangkontinuum, unterbrochen durch eine Explosion, Menschenmassen, die die Bühne stürmen, Verkehrsampeln, der Gesang der Zikaden auf Chios in der Mittagshitze, das Spiel im Ensemble als Chiffre gesellschaftlicher Konstellationen, die Beschwörung des metaphysisch Anderen, Komponieren als Versuch eines Bruchs mit der musikalischen Syntax oder auch als „leichter Druck gegen die Sinngrenze“: Der Kosmos des griechischen Komponisten Jani Christou ist labyrinthisch verzweigt im Reichtum seiner suggestiven Bilder und Entwürfe. Er überschreitet das rein Musikalische hin zu einer Integration von Szene, Text und Bild und verlässt zugleich die Räume der Kunst, versteht das Politische und Soziale ebenso als kompositorisches Material wie er ein Bespielen konkreter Naturlandschaften und Kulturräume entwirft. Und er bleibt letztlich prophetischer Entwurf, ONCE TO BE REALISED:

Über 130 zu realisierende Kompositionen skizzierte Christou in seinen letzten Lebensjahren. Nur drei davon hat er vor seinem plötzlichen Tod bei einem Autounfall, 1970, an seinem 44. Geburtstag, ausarbeiten können. Der Großteil dieser visionären Entwürfe war jedoch für knapp 50 Jahre nicht zugänglich. Erst jetzt ist es möglich, sie nicht nur zu erforschen, sondern sie zudem zur Grundlage eines neuen Musiktheaters zu machen: Zusammen mit dem renommierten griechischen Regisseur und Christou-Experten Michael Marmarinos konfrontieren sich sechs Komponist*innen, die zu den profiliertesten Schöpfer*innen aktuellen Musiktheaters zählen, mit Christous Entwürfen. Sie begegnen ihnen mit ihrer eigenen Musiksprache, setzten sich ihnen aus, lassen sich inspirieren und arbeiten sie aus, um mit ihren eigenen Mitteln und ihrer eigenen Idee in die Zukunft fort- und weiterzuschreiben. Dabei entsteht ein Musiktheater, das archaisches Drama ebenso ist wie soziale Skulptur, das die Mächte des Mythos beschwört um von einer musikalischen Praxis hin den Sprung in, im Sinne Christous, eine „Metapraxis“, in ein metaphysisch Anderes zu schaffen – und ist „Ausbruch aus der Syntax“, Anschlag auf die Logik im Verhältnis des Ausführenden zu seinen eigenen besonderen Ausdrucksmitteln“

Produziert wird ONCE TO BE REALISED in Kooperation mit der Deutschen Oper Berlin und dem Onassis Cultural Center. Nach seiner Uraufführung im Rahmen der Münchner Biennale 2020 sowie der Berliner Premiere im Juni 2020 wird die Produktion im Herbst des Jahres in Athen zu erleben sein.

Unterstützer

Eine Koproduktion mit der Münchner Biennale und dem Onassis Cultural Center.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Die Ernst von Siemens Musikstiftung fördert die Kompositionsaufträge an Olga Neuwirth, Samir Odeh-Tamimi, Younghi Pagh-Paan und Christian Wolff