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Wolfsschlucht

Malte Giesen (*1988)
Sa 21.09.2019 - 20:00 Uhr
Preise: € 20,– / ermäßigt* € 10,–

*) Alle Ermäßigungsberechtigten erhalten Karten zum ermäßigten Preis von € 8,00 bereits im allgemeinen Vorverkauf. Bei Webbuchung wählen Sie bitte nach Auswahl des Platzes die Verkaufsart „ermäßigt“ im Pull-Down-Menu unter dem Saalplan.

Informationen zum Werk

Musiktheater von Malte Giesen nach Motiven von Carl Maria von Webers DER FREISCHÜTZ
Uraufführung am 14. September 2019 in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin

In deutscher Sprache

ca. 75 Minuten / keine Pause

Zum Inhalt

Seit seiner Uraufführung am 18. Juni 1821 im Schauspielhaus Berlin fasziniert Carl Maria von Webers FREISCHÜTZ Zuschauer und Künstler. Als erste deutsche Nationaloper immer wieder als naive Spukerzählung in einer vermeintlich idyllischen Jäger- und Bauernwelt rezipiert, brechen sich in der zentralen Wolfsschluchtszene für alle hörbar die Nachtseiten des Lebens ihre Bahn. „Das ist nicht der Böhmerwald, wo meine Wiege stand, sondern beginnendes Grauen, Zauber aus der Frühzeit der entzauberten Welt“, schrieb schon 1962 Theodor W. Adorno.

Max kann nicht mehr: Aufgerieben zwischen Erfolgsdruck und Erwartungshaltungen rettet er sich in die Wolfsschlucht. Dort, des Nachts im verbotenen Wald, passiert das Unerhörte, Unerwartete – der Bund mit dem Teufel selbst. Sieben Freikugeln scheinen Max’ Ausweg zu sein und ziehen ihn doch nur tiefer ins Verderben. In der Wolfsschluchtszene verschmilzt Weber Melodram, Naturbeschreibung und großes Opernfinale – als genuine Theatermusik schreit diese Partitur nach szenischer Radikalität.

Ausgehend von Friedrich Kinds FREISCHÜTZ-Libretto und Webers Musik nähern sich Komponist Malte Giesen und Regisseur Paul-Georg Dittrich den Schattenseiten unserer Wünsche an. Sieben Kugeln werden Max versprochen, sieben Stationen hat der Musiktheaterabend in der Tischlerei. Mit drei Sängern, Kinderchor, zwei Hörnern, Klavier und Elektronik werden die Aggregatzustände von Wut, Trauer, Angst und Hoffnung erfahrbar gemacht.