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SIEGFRIED: Premiere und Hinterhalt auf noch unbestimmten Termin verschoben

Die Deutsche Oper Berlin befindet sich mit strengem Testkonzept in den Endproben zu Richard Wagners SIEGFRIED und bereitet damit die Fortsetzung des neuen RINGS unter musikalischer Leitung von Sir Donald Runnicles und in der Regie von Stefan Herheim vor. Leider kann auch diese Premiere, die für den 18. April geplant war, aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation nicht stattfinden und muss auf einen noch unbestimmten Termin verschoben werden. Clay Hilley steht in den Proben als Titelheld auf der Bühne, an der Seite von Ya-Chung Huang als Mime, Iain Paterson als Der Wanderer, Markus Brück als Alberich sowie Nina Stemme als Brünnhilde u. a. Wir teilen Ihnen den neuen Premierentermin mit, sobald er absehbar ist.

Ebenfalls verschoben wird damit der für den 30. April in der Tischlerei angekündigte Termin in der Reihe „Aus dem Hinterhalt: Macht der Künste“ zur Premiere von SIEGFRIED mit Sofia Portanet, Mitgliedern des Ensembles der Deutschen Oper Berlin sowie Musikerinnen und Musikern des Orchesters.

 

Richard Wagner: Siegfried


Ein Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend – Zweiter Tag
Uraufführung am 16. August 1876 in Bayreuth

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
5 Stunden 45 Minuten | Zwei Pausen

Der neue Premierentermin, der Kartenvorverkaufsbeginn und die Folgetermine werden sobald als absehbar bekannt gegeben.

Wir danken dem Förderkreis und dem Circle 2020 für die großartige Unterstützung

 

Ein großes Tuch spielt im neuen RING DES NIBELUNGEN eine zentrale Rolle. Auch im SIEGFRIED wird es immer wieder für magische Momente sorgen, muss oft blitzschnell über die ganze Bühnenbreite entfaltet werden und genauso rasch wieder verschwinden. © Bernd Uhlig
 

Zwei Wege, das Leben zu erfahren, beschreiben die beiden Mittelstücke der Tetralogie: Während sich der Reifeprozess Brünnhildes in der WALKÜRE über die Erfahrung von Leid und Mitgefühl hin zum bewussten Reflektieren des Menschseins vollzieht, wird der Weg Siegfrieds allein durch die sinnliche Erfahrung des Ich geprägt. Ist es zunächst nur die Erkundung der eigenen, schier grenzenlosen Körperkraft, die das Selbstbild des jungen Mannes formt, treten bald andere Sinneseindrücke und schließlich das Erlebnis der erwachenden Sexualität hinzu. Nicht nur Mann und Frau, sondern auch zwei Prinzipien stoßen im SIEGFRIED aufeinander: Auf der einen Seite die natürliche, durch keinerlei Zweifel getrübte Tatkraft Siegfrieds, auf der anderen die aus der teilnehmenden Beobachtung gewonnene Weisheit Brünnhildes. Und mit Vereinigung dieser beiden entgegengesetzten Kräfte im liebenden Paar scheint am Ende des Werkes für einen Moment die Grundlage für eine Neugründung der menschlichen Gesellschaft im Raum zu stehen.

Als »heroisches Lustspiel« bezeichnete Wagner den zweiten Tag seines RINGS – und bis heute sucht jede Neuproduktion des SIEGFRIED nach der Balance zwischen komischen und tragischen Elementen. In Herheims Version ist es der Akt des Spiels, der die Gegensätze zum Ganzen fügt. Die Grenzen zwischen Tier und Mensch verschwimmen hier ebenso wie die zwischen den Figuren und ihrem Schöpfer, die Intensität des Bühnenmoments steht in einem Spannungsverhältnis zu einer komplexen Lesart der Figuren als Bedeutungsträger.

Musikalische Leitung: Sir Donald Runnicles; Inszenierung, Bühne: Stefan Herheim; Co-Bühnenbildnerin: Silke Bauer; Kostüme: Uta Heiseke; Video: Torge Møller; Licht: Ulrich Niepel; Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach, Jörg Königsdorf – Siegfried: Clay Hilley; Mime: Ya-Chung Huang; Der Wanderer: Iain Paterson; Alberich: Markus Brück; Fafner: Tobias Kehrer; Erda: Lindsay Ammann; Brünnhilde: Nina Stemme; Ein Waldvogel: Solisten des Knabenchores der Chorakademie Dortmund; Orchester der Deutschen Oper Berlin

 

Silke Bauer schuf gemeinsam mit Regisseur Stefan Herheim das Bühnenbild für Wagners SIEGFRIED
 
Silke Bauer © R. Hagenbrock
 

„Die Deutsche Oper Berlin ist mein Mutterschiff. Vor zehn Jahren habe ich hier meine Ausbildung als Bühnenplastikerin gemacht, gerade arbeite ich mit Stefan Herheim an der Bühne für den RING. Stefan ist wie ein großer Bruder, wir haben Rangeleien und Spaß, verbringen oft 13 Stunden am Tag zusammen. In SIEGFRIED ist ein riesiger Seidenstoff zentral, der stellt Wotans Energie dar. In der Musik hört man Wotan anreiten – und genau in diesen Sekunden muss die Seide auf eine bestimmte Weise von oben auf die Bühne gleiten. Wir haben tagelang daran gefeilt. Erst habe ich die Fahrten am Computer berechnet, dann haben wir im Modell geprobt, schließlich auf der Bühne: Wie spannen wir das Seil? Muss hier noch Blei rein? Oder da? Bis es perfekt flatterte, hatten wir die Bühnenmannschaft in den Wahnsinn getrieben. Aber genau dieses Basteln mag ich: Im Grunde bin ich ein kleiner Daniel Düsentrieb.“

Wir sind beide auf eine gesunde Art skeptisch, wir glauben nicht alles, was man uns erzählt. Und, vielleicht das Wichtigste: Ich akzeptiere kein Nein ... Clay Hilley über Siegfried
 
Clay Hilley im Foyer der Deutschen Oper Berlin © Max Zerrahn
 

 Aber es gibt natürlich auch Unterschiede zwischen uns. Siegfried ist der prototypische Held, einer, der nicht nachdenkt, der alles auf direktem Weg erreichen will, auf eine fast kindliche Art. Ich selber habe ein völlig anderes Bild von Helden. Für mich sind Helden diejenigen, die hinter den Kulissen Gutes tun, die sich einsetzen für Minderheiten, die täglich für eine bessere Welt kämpfen. Die keinen Dank erwarten für das, was sie getan haben, die nicht im Rampenlicht stehen. Das kann ein Krankenpfleger im Nachtdienst sein, eine Lehrerin, die ein Kind unterstützt, jemand, der Geld sammelt für einen guten Zweck. Außerdem hat Siegfried keine Angst. Diese Furchtlosigkeit spüre ich beim Singen vor allem in den letzten Zeilen des Stücks: »leuchtende Liebe / lachender Tod!« Er fürchtet nicht einmal den Tod. Ich jedoch kenne die Angst. Ich habe sie stark gespürt, als im vergangenen Jahr die Theater und Opernhäuser wegen der Pandemie schließen mussten. [...] Lesen Sie hier den Blog-Artikel Clay Hilley: Mein Seelenort - Der Koffer

 

Ya-Chung Huang ist in Taiwan aufgewachsen und lernte Deutsch als Erwachsener. In SIEGFRIED singt er den Mime. Silke Alsweiler-Lösch befragt im Podcast des Förderkreises den sympathischen Tenor.
Duett #13 ... Ein Gespräch mit Ya-Chung Huang ... Hier geht es zum Podcast
 
 

 

 

Aus dem Hinterhalt: Die Macht der Künste

Late-Night-Performances zur Großen Oper

In deutscher Sprache / ca 60 Minuten | Keine Pause

Der neue Premierentermin und der Kartenvorverkaufsbeginn werden sobald als absehbar bekannt gegeben.

In Kooperation mit Musicboard Berlin GmbH

Sofia Portanet © Lucio Aru & Franco Erre
 

Siegfried ist der Held, „der das Fürchten nie erfuhr“. Aufgewachsen allein im Wald in Mimes Schmiede, weiß er nichts von der Welt – und trotzdem treibt ihn die unstillbare Sehnsucht, dorthin hinauszuziehen. Siegfrieds Sehnsucht ist das zentrale Thema für Sofia Portanet, wenn sie diesen wohl größten aller Opernhelden in der Reihe AUS DEM HINTERHALT etwas genauer unter die Lupe nimmt.

„Wagner ist aus meiner Sicht Pop – und ich meine nicht das Genre, das wir als Mainstream im Radio hören. Für mich geht es bei Pop um Unterhaltung: Pop erzählt Geschichten, an die Menschen andocken können. Und genau das macht Wagner. Deshalb werden seine Werke viel gespielt und sind populär. Für den »Hinterhalt« nutze ich Musik von meinem aktuellen Album »Freier Geist«, gemeinsam mit meiner Band spielen vier Bläser, drei Streicher, vier Sänger*innen der Oper. Manche SIEGFRIED-Passagen spielen wir als Band, eine Arie singe ich: die von Notung, wenn er das Schwert schmiedet. Ich habe im Kinderchor der Pariser Nationaloper gesungen, seitdem fasziniert mich Oper als Kunstform, sie wirkt auf allen Ebenen: musikalisch, visuell, performativ. Die Oper bietet Raum für Drama – ein Ort, an dem es okay ist, übertrieben zu fühlen.“ — Sofia Portanet

Die Macht der Künste ist groß. Doch worin genau besteht sie? Was kann sie bewirken? Wen kann sie erreichen? Welchen Interessen dient sie? MACHT DER KÜNSTE ist das Thema der Late-Night-Reihe AUS DEM HINTERHALT. Kuratiert wird sie ab der Spielzeit 2020/21 von dem Sänger, Komponisten und Regisseur Elia Rediger. Er setzt damit das erfolgreiche Konzept der Reihe fort, fünf Premieren auf der Großen Bühne mit einem Kommentar zu begegnen.

Konzept, Künstlerische Leitung: Elia Rediger; Ausstattung: Noemi Baumblatt; Dramaturgie: Sebastian Hanusa — Mit Sofia Portanet, Ensemblesolist*innen und Musiker*innen des Orchesters der Deutschen Oper Berlin

 

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