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Death in Venice

Benjamin Britten (1913 – 1976)
Mi 27.11.2019 - 19:30 Uhr
B-Preise: € 86,– / € 66,– / € 44,– / € 26,– / € 20,–

Abo: W, SWAC, SWAD,

Informationen zum Werk

[Tod in Venedig]
Oper in zwei Akten
Libretto von Myfanwy Piper nach Thomas Manns Novelle „Tod in Venedig“
Uraufführung am 16. Juni 1973 im Rahmen des Aldeburgh Festival in Snape bei Aldeburgh
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. März 2017

empfohlen ab 14 Jahren

In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

3 Stunden / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Besetzung

Musikalische Leitung

Markus Stenz

Inszenierung

Graham Vick

Bühne, Kostüme

Stuart Nunn

Choreografie

Ron Howell

Chöre

Jeremy Bines

Gustav von Aschenbach

Ian Bostridge

Der Reisende / Der ältliche Geck / Der alte Gondoliere / Der Hotelmanager / Der Coiffeur des Hauses / Der Anführer der Straßensänger / Die Stimme des Dionysos

Seth Carico

Apollo

Tai Oney

Erdbeerverkäuferin

Alexandra Hutton

Russische Mutter / Spitzenverkäuferin

Flurina Stucki

Französisches Mädchen / Zeitungsverkäuferin

Meechot Marrero

Dänische Frau / Straßensängerin

Samantha Britt

Englische Frau

Joanna Foote

Hotelgast

Karis Tucker

Französische Mutter

Michelle Daly

Deutsche Mutter

Irene Roberts

Russisches Kindermädchen

Anna Buslidze

Bettlerin

Davia Bouley

Hotelportier

Andrew Dickinson

1. Amerikaner

Michael Kim

Glasbläser / Hotelgast

Gideon Poppe

Gondoliere / Straßensänger

Marwan Shamiyeh

2. Amerikaner / Gondoliere / Hotelgast

Matthew Peña

Polnischer Vater / Clerk im Reisebüro

Samuel Dale Johnson

Lido Bootsmann / Kellner

Timothy Newton

Steward / Deutscher Vater / Fremdenführer

Padraic Rowan

Russischer Vater / Priester

Matthew Cossack

Gondoliere

Philipp Jekal

Tadzio

Rauand Taleb

Die polnische Mutter

Lena Natus

Die Erzieherin

Anne Römeth

Mädchen

Selina Senti

Zum Inhalt

Die letzte Oper von Benjamin Britten ist seine persönlichste. Nicht nur die autobiografischen Linien, die in Thomas Manns Figur des alternden Schriftstellers Gustav von Aschenbach hineinweisen, machen das Werk so außergewöhnlich, sondern auch die Umstände der Entstehung sind untrennbar mit der Thematik verwoben. Komponierend suchte Britten dem Tod zu entrinnen, den er unausweichlich auf sich zukommen sah: mit dem Vorwand, das Werk erst zu Ende bringen zu müssen, schob er eine dringend notwendige Herzoperation immer weiter hinaus.

Britten weitete die Form des musikalischen Theaters aus zu einem Panoptikum der Selbstreflexion, das sich mit Traditionen und früheren Erfahrungen füllt. Die Verwendung männlicher Sopranstimmen – hier für Apollo – schließlich geht auf die Barockoper zurück, wurde aber von Britten schon vielfach in früheren Werken eingesetzt, meist den großen britischen Countertenören Alfred Deller und James Bowman in die Stimme geschrieben. Die Partie des Gustav von Aschenbach ist die umfangreichste, die Britten für seinen Lebensgefährten Peter Pears geschrieben hat. Er bleibt die ganze Zeit das Zentrum des Werks. Die Besetzung der verschiedenen Gegenspieler Aschenbachs, die ihm mit Tod und Zerstörung drohen, durch einen Bassbariton, findet ihr Vorbild in der Aufführungstradition von Jacques Offenbachs HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN.

Graham Vick inszeniert nach Verdis OTELLO [1991] und Wagners TRISTAN UND ISOLDE [2011] sowie der Koproduktion MORGEN UND ABEND [2016] zum vierten Mal an der Deutschen Oper Berlin. Donald Runnicles setzt seinen Britten-Zyklus mit TOD IN VENEDIG fort und bringt das Werk nach über 40 Jahren erneut an dieses Haus. Benjamin Britten war ab 1958 Außerordentliches Mitglied und von 1972 bis zu seinem Tod 1976 Korrespondierendes Mitglied der Berliner Akademie der Künste. An der Deutschen Oper Berlin kam TOD IN VENEDIG 1974 zur Deutschen Erstaufführung.