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  • Giacomo Meyerbeer: Le Prophète © 2017, Ruth Tromboukis

  • Giacomo Meyerbeer: Le Prophète [Kino] © 2017, Ruth Tromboukis

  • Le Prophète: Publikumsstimmen © 2017, Ruth Tromboukis

  • 100 Sekunden mit ... Gregory Kunde

  • Le Prophète © Ruth Tromboukis

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Elena Tsallagova als Berthe, Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Elena Tsallagova als Berthe, Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Elena Tsallagova als Berthe, Seth Carico als Graf Oberthal

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Seth Carico und Elena Tsallagova als Oberthal und Berthe

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Elena Tsallagova als Berthe

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Chor und Ensemble der Deutschen Oper Berlin

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Chor der Deutschen Oper Berlin

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde; Derek Welton als Zacharie

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Seth Carico als Graf Oberthal, Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Elena Tsallagova als Berthe, Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Seth Carico als Graf Oberthal

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Olivier Py

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Andrew Dickinson als Jonas, Seth Carico als Graf Oberthal, Derek Welton als Zacharie

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Olivier Py

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Derek Welton als Zacharie, Noel Bouley als Mathisen, Gregory Kunde als Jean de Leyde, Andrew Dickinson als Jonas

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Noel Bouley als Mathisen, Andrew Dickinson als Jonas, Derek Welton als Zacharie; Chor der Deutschen Oper Berlin

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Noel Bouley als Mathisen, Andrew Dickinson als Jonas, Derek Welton als Zacharie, Seth Carico als Graf Oberthal

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Seth Carico als Graf Oberthal, Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Noel Bouley als Mathisen, Gregory Kunde als Jean de Leyde, Derek Welton als Zacharie, Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Noel Bouley als Mathisen, Gregory Kunde als Jean de Leyde, Noel Bouley als Mathisen

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde; Chor der Deutschen Oper Berlin

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Gregory Kunde als Jean de Leyde, Chor der Deutschen Oper Berlin

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Eine Inszenierung von Olivier Py

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde, Noel Bouley als Mathisen, Andrew Dickinson als Jonas, Derek Welton als Zacharie; Chor der Deutschen Oper Berlin

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde, Clémentine Margaine als Fidès, Elena Tsallagova als Berthe

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Clémentine Margaine als Fidès

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    u. a. Gregory Kunde als Jean de Leyde

  • Le Prophète © 2017, Bettina Stöß

    Gregory Kunde als Jean de Leyde

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SZENISCH ADAPTIERTE VERSION

Le Prophète

Giacomo Meyerbeer (1791 – 1864)
So 07.01.2018 / 17:00 Uhr / D-Preise: € 128,– / 94,– / 67,– / 39,– / Tickets / Zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Sehr geehrte Damen und Herren, aller Einsatz zeigt erste Wirkungen! Das intensive Trocknen und Belüften – nach dem am 24. Dezember aufgetretenen großen Wasserschaden auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin – führte am 27. Dezember 2017 dazu, dass sich erstmalig der Eiserne Vorhang wieder heben und einige Züge fahren ließen. Das heißt, alle Künstler und Mitarbeiter stehen bereit, damit ab dem 28. Dezember die ersten Vorstellungen für unser Publikum über die Bühne gehen können. Da der Orchestergraben unbeschadet blieb, kann damit die geplante Aufführung von Meyerbeers „Le Prophète“ am 7. Januar auch szenisch, in Kostüm und Maske sowie in veränderter Dekoration bei eingeschränkter Beleuchtung stattfinden. Wer diese Vorstellungsform nicht erleben möchte, erhält den Kartenpreis mittels des Formulars auf der Website www.deutscheoperberlin.de ersetzt, Informationen auch beim telefonischen Kartenservice unter 030-34384 343.
Damit wird der einstweilen ausgesetzte Vorverkauf wieder aufgenommen. Ab wann szenische Vorstellungen in gewohnter Form möglich sein werden, darüber informieren wir zu gegebener Zeit.


Für Rückerstattungen durch die Deutsche Oper Berlin gilt:
Für bezahlte Eintrittskarten haben die Gäste die Wahl des Umtauschs auf ein anderes Vorstellungsdatum oder in einen Gutschein sowie die Rückerstattung des Kaufpreises. Die Gäste werden gebeten, ein Auszahlungsformular ausgefüllt und zusammen mit ihren Tickets an die Deutsche Oper Berlin – Kartenservice, Richard-Wagner-Straße 10, 10585 Berlin zu senden. Das Formular steht ab jetzt zum Herunterladen auf www.deutscheoperberlin.de bereit und kann des Weiteren per E-Mail oder telefonisch angefordert werden. Besucher der Deutschen Oper Berlin können das Formular alternativ auch zusammen mit einem Scan ihrer Eintrittskarten an info@deutscheoperberlin.de senden. Für Fragen steht der Karten- und Besucherservice unter der Telefonnummer +49 (0)30-343 84 343 zur Verfügung.

Grand Opéra in fünf Akten von Giacomo Meyerbeer
Libretto von Eugène Scribe und Émile Deschamps
Uraufführung am 16. April 1849 an der Opéra national de Paris
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 26. November 2017

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

ca. 4 Stunden 30 Minuten / Zwei Pausen

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Besetzung

Musikalische Leitung

Enrique Mazzola

Inszenierung

Olivier Py

Bühne, Kostüme

Pierre-André Weitz

Chöre

Jeremy Bines

Jean de Leyde

Bruce Sledge

Zacharie

Derek Welton

Mathisen

Thomas Lehman

Graf Oberthal

Andrew Finden

1. Bäuerin

Sandra Hamaoui

2. Bäuerin

Davia Bouley

1. Bauer / 1. Wiedertäufer / 1. Bürger / Soldat

Ya-Chung Huang

2. Bauer / 2. Wiedertäufer

Taras Berezhansky

2. Bürger / Offizier

Jörg Schörner

3. Bürger

Dean Murphy

4. Bürger

Byung Gil Kim

Zum Inhalt

„In dieser Zeit sah ich denn auch zum ersten Male den Propheten – den Propheten der neuen Welt: ich fühlte mich glücklich und erhoben, ließ alle wühlerischen Pläne fahren, die mir so gottlos erschienen, da doch das reine, edle, hochheilig Wahre und göttlich Menschliche schon so unmittelbar und warm in der seligen Gegenwart lebt.“ – So Richard Wagner in einem Brief aus dem Jahre 1850 über einen Vorstellungsbesuch von Meyerbeers „Le Prophète“ in der Pariser Opéra. Ein Jahr nach der Uraufführung begeisterte das Werk dort bereits in der 47. Vorstellung das Publikum. Die ironisch-übertriebene Lobeshymne verbirgt höchst unzulänglich eine für den ambitionierten Aufsteiger Wagner schwer zu verdauende Einsicht: dass um den Großmeister der Grand Opéra, Giacomo Meyerbeer, und dessen Werk so schnell nicht herumzukommen sei – vor allem nicht in der damaligen Hauptstadt der Oper, Paris.

Meyerbeer, dies lässt sich ohne Übertreibung sagen, war der erfolgreichste Opernkomponist seiner Generation. Lange bevor Wagners Musikdrama – das dem Einfluss Meyerbeers mehr verdankt, als der Meister je zuzugeben bereit war – auf dem Grünen Hügel eine eigene Pilgerstätte fand, feierte der Weltstar aus Berlin in Paris und überall scheinbar nicht mehr zu überbietende Erfolge. Als paradigmatisches Kunstwerk der Zukunft galt der französischen Kunstkritik nicht „Parsifal“, sondern „Le Prophète“. Dem Publikum wiederum erschien das Werk – zumal in Frankreich – als Spiegel der eigenen revolutionsgeschüttelten Epoche.

Meyerbeers Grand Opéra über den historischen Wiedertäuferkönig Jean de Leyde ist sorgfältig durchdachtes Ideentheater und massenpsychologisch geschultes Historienpanorama in Einem: die Geschichte einer politischen Radikalisierung als privater und öffentlicher Katastrophe. Als der despotische Graf Oberthal dem einfachen Gastwirt die Verlobte raubt, schließt Jean sich der protestantischen Sekte der Anabaptisten an. Als ihr Prophet soll er den Wiedertäufern die Massen zuführen. Doch Machtrausch und Maßlosigkeit untergraben die gesellschaftliche Utopie. „Wollt ihr die Herren eurer Herren sein?“ – mit dieser Frage stacheln die Wiedertäufer bereits zu Beginn der Oper die Landbevölkerung auf: nicht die klassenlose Gesellschaft, nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, sondern eben bloß eine Umkehrung der Machtverhältnisse treibt diese Herzen um. Macht – dies die Erkenntnis von Meyerbeers Opernschaffen – korrumpiert. Einzige Stimme der Vernunft sind die Frauen, die – wir sind im 19. Jahrhundert – Unpolitischen, Machtlosen dieser Welt; allen voran Jeans Mutter Fidès, die den betörten Sohn zur Umkehr ermahnt und absolute Vergebung bietet.


Daneben gibt es einiges anzuschauen: Der erste elektrische Lichteffekt in der Geschichte der Oper, die sogenannte „Prophetensonne“, eine aufwändige Tanznummer „auf dem Eis“ mit zu Schlittschuhen verkleideten Rollschuhen oder die spektakulären Bühnenbauten inklusive einstürzendem Palast erinnern geradezu an moderne Blockbuster. Dazu kommen anspruchsvolle Chorszenen, eine Spieldauer von viereinhalb Stunden ... Insofern dürfte es nicht nur Wagners Stänkereien geschuldet sein, dass Meyerbeers aufwändige „Große Opern“ in späteren Zeiten aus den Spielplänen verschwanden. Schade drum! Auch um die vielseitige Musik: ländliche Pastoralen, unheilschwangere Choräle, spektakuläre Finali, italienische Belcanto-Koloraturen und französische Deklamation – Meyerbeers transeuropäisches Handwerkszeug kennt keine Grenzen. Und eines sind seine Opern allemal: große Gesangsmusik, die er seinen Interpreten minutiös auf die Stimmen schrieb.


Am Pult der Bismarckstraße steht ein weiteres Mal Enrique Mazzola. Zusammen mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin verhalf der Künstlerische Leiter des Orchestre National d'Ile de France bereits Meyerbeers „Dinorah“ und „Vasco da Gama“ zu gefeierten Aufführungen. Regie führt der französische Schauspieler, Regisseur, Intendant und Autor Olivier Py, der für sein politisches Engagement ebenso bekannt ist wie für seine suggestive, anspielungsreiche Bildersprache.

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