Ariadne auf Naxos (konzertant)


Richard Strauss (1864 – 1949) / in der Philharmonie

Konzertante Oper in der Berliner Philharmonie

Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel
Libretto von Hugo von Hofmannsthal
Uraufführung der 1. Fassung am 25. Oktober 1912 in Stuttgart
Uraufführung der 2. Fassung am 4. Oktober 1916 in Wien

Wegen Erkrankung von Anja Harteros übernimmt die gebürtige Amerikanerin Meagan Miller
in der konzertanten Aufführung ARIADNE AUF NAXOS die Titelpartie.
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Besetzung

Musikalische Leitung Ulf Schirmer
Ariadne Meagan Miller
Bacchus Stefan Vinke
Najade Siobhan Stagg
Dryade Ronnita Miller
Echo Elena Tsallagova
Haushofmeister Franz Mazura
Musiklehrer Markus Brück
Komponist Daniela Sindram
Offizier Paul Kaufmann
Tanzmeister Thomas Blondelle
Perückenmacher Jörg Schörner
Lakai Noel Bouley
Zerbinetta Susanne Elmark
Harlekin Carlton Ford
Scaramuccio Jörg Schörner
Truffaldin Tobias Kehrer
Brighella Paul Kaufmann
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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Nach ELEKTRA und DER ROSENKAVALIER suchte Richard Strauss mit seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal nach einer ganz neuen Herausforderung. Max Reinhardt, der schon Wesentliches zu diesen beiden Werken beigetragen hatte, bot mit seiner Idee, Molières „Bürger als Edelmann“ wie einst am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. mit einem musikalischen Nachspiel aufzuführen, den willkommenen Anlass. Im Endergebnis entstanden daraus sogar zwei Werke, denn die einaktige Kammeroper ARIADNE AUF NAXOS erwies sich bei ihrer Uraufführung doch nicht als die ideale Ergänzung und Fortsetzung der Molièreschen Komödie. Nicht nur war der Abend insgesamt viel zu lang, es war auch viel zu kompliziert, eine komplette Schauspielproduktion mit einer kompletten Opernproduktion zu einem Abend zu verschmelzen. So machten sich Strauss und Hofmannsthal daran, ihrem Werk ein von Molière unabhängiges musikalisches Vorspiel zu verpassen, das die Oper in das Wien Maria Theresias transferierte. Für Reinhardt schrieb Strauss anschließend eine Bühnenmusik zu einem pantomimischen Ausklang der Komödie, die nichts mehr mit der klassischen Handlung zu tun hatte, aber musikalisches Material aus ARIADNE AUF NAXOS thematisch verarbeitete.

Komödie und Tragödie in eins zu bringen, das war schon das Konzept der ersten Fassung; im Vorspiel gibt es nun eine neue Begründung dafür: Der Auftraggeber verlangt es so. Übermittelt wird das vom Haushofmeister, der einzigen Sprechpartie, die übrig geblieben ist. Das gibt dem von Hofmannsthal erfundenen Komponisten ohne Namen reichlich Gelegenheit sich aufzulehnen – und sich in die Oberkomödiantin Zerbinetta zu verlieben, die sich bereits auf den Brettern befindet, die er seiner Primadonna und dem Tenor vorbehalten wähnte. Sein Widerstand schmilzt und die klassische Geschichte von Ariadne, die sich dem Tod weiht und dabei einen neuen Bräutigam findet, kann erzählt werden, unterbrochen nur von den Komödianten, die sich improvisierend in die Handlung einmischen.

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Einführung um 19.15 Uhr im Süd-Foyer der Berliner Philharmonie