Die Sache Makropulos

Vec Makropulos

Leos Janácek (1854 – 1928)

Oper in drei Akten
Libretto von Leos Janácek nach der Komödie von Karel Capek
Uraufführung: 18. Dezember 1926 am Nationaltheater Brünn
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 19. Februar 2016

In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Besetzung

Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung David Hermann
Bühne, Kostüme Christof Hetzer
Chöre William Spaulding
Videodesigner Martin Eidenberger
Licht Ulrich Niepel
Dramaturgie Anne Oppermann
Yvonne Gebauer
Emilia Marty Evelyn Herlitzius
Albert Gregor Ladislav Elgr
Dr. Kolenaty Seth Carico
Vitek Paul Kaufmann
Krista Jana Kurucová
Jaroslav Prus Derek Welton
Janek Gideon Poppe
Hauk-Sendorf Robert Gambill
Ein Theatermaschinist Andrew Harris
Eine Aufräumefrau Rebecca Raffell
Kammerzofe Adriana Ferfezka
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
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In seiner vorletzten Oper widmete sich Leos Janácek der menschlichen Sehnsucht nach Unsterblichkeit: Magisch anziehend und abstoßend kalt zugleich ist die berühmte Sängerin Emilia Marty, die einem bereits seit einem Jahrhundert schwelenden Erbstreit mit unerhörtem Faktenwissen eine neue Wendung gibt. Ihre unwiderstehliche erotische Anziehungskraft nutzt sie mit kalter Präzision, da ihr Interesse nicht der Wahrheitsfindung im Prozess, sondern einem eigenen Ziel gilt: Sie muss an die Niederschrift eines alten Rezepts gelangen. Ein an ihr durchgeführtes Menschenexperiment vor über 300 Jahren schenkte ihr ein unnatürlich langes Leben – nun benötigt sie den Trank erneut.

„Ich mache sie wärmer, damit die Leute mit ihr Mitleid haben. Ich werde mich noch in sie verlieben.“ schrieb der Komponist über seine Hauptfigur und verlagerte den Schwerpunkt von der komödiantisch-dialektischen Auseinandersetzung über das Für und Wider eines künstlich verlängerten Lebens, die die literarische Vorlage Karel Capeks prägt, hin zu der persönlichen, ergreifenden Klage über die ewige Leere und stete Wiederholung des immer Gleichen im Leben eines so singulären Wesens.

Nach ihren aufsehenerregenden Inszenierungen von Lachenmanns DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN und Xenakis’ ORESTEIA führen Regisseur David Hermann und Ausstatter Christof Hetzer nun gemeinsam mit Donald Runnicles den Janácek-Schwerpunkt an der Deutschen Oper Berlin fort.

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.

Präsentiert von Wall AG, taz.die tageszeitung sowie tip Berlin

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Rahmenprogramm

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts (außer zur Premiere)