The Recording


Matthew Herbert und Band

18. – 24. September 2014
„Open Space“ in der Tischlerei
Einlass ab 16.30 Uhr
18.00 – 19.30 Uhr Komponieren vor und mit Publikum
20.00 – 20.30 Uhr AUFNAHME (währenddessen kein Einlass)
ab 20.30 Uhr Panel-Diskussion mit eingeladenen Gästen

25. September 2014
Record-Release-Party
20.00 Uhr

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Heutzutage kann jeder Komponist sein: alle 24 Stunden wird eine unmessbare Menge an Musik produziert. Matthew Herbert fragt: sind wir immer noch in der Lage zuzuhören? Der international renommierte Künstler, bekannt für seine kompromisslose Haltung gegenüber Musik und ihrer Entstehung, lädt das Publikum und besondere Gäste – Musiker, Theoretiker und Politiker – ein, sich mit dem kreativen Prozess auseinanderzusetzen und daran auch aktiv teilzunehmen. Sieben Tage (+ Prolog) werden Matthew Herbert und seine Band Artists-in-Residence sein, in einem eigens hierfür eingerichteten Tonstudio in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Ihr Ziel: innerhalb von einer Woche ein Album from scratch zu komponieren, aufzunehmen und zu mischen.

The Recording – hiermit ist sowohl der Prozess der Aufnahme als auch das Album selbst gemeint – ist eine einzigartige Zusammenarbeit mit dem Publikum und einem Opernhaus. Gemeinsam setzen sie sich mit den Fragen nach der Rolle der Musik in unserem alltäglichen Leben auseinander: es geht um Musik in ihrer unterhaltenden Funktion ebenso wie um die oft abgetane Idee, sie als Mittel zum sozialen und politischen Wandel zu verstehen. Was kann Musik eigentlich noch bewirken? – lautet die zunehmend relevante Frage, die es zu beantworten gilt.

Die Tischlerei wird zu einem Open Space: um zu hören, zu diskutieren und Musik zu kreieren. Das sich wandelnde Ambiente kann u. a. Raum schaffen für: einen Vortrag, eine Bar, einen Spielplatz, eine rein wissenschaftliche Untersuchung, eine Engineering-Master-Class, ein Hacker-Treffen, ein Konzert und einen Nachtclub. Das Ereignis befindet sich immer im Fluss: es gibt sehr intime Momente, wo fremde Menschen eine Geschichte erzählen, und auch sehr feierliche Momente, wenn das ganze Publikum gemeinsam daran arbeitet, ein bestimmtes Geräusch zu erzeugen. Manchmal wird einfach zugehört, während die Band leise daran arbeitet, was sie als nächstes tut. Matthew Herbert lädt das Publikum ein, sich aktiv an diesem besonderen Schöpfungsvorgang zu beteiligen. Am 8. Tag wird dann gefeiert: The Recording kulminiert in einer Record-Release-Party.

Themen und Struktur

Donnerstag, 18. September 2014
PROLOG: Political Day

Was kann Musik heute noch bewirken? Kann sie eine nachvollziehbare Wirkung erzielen? Ist etwas von dem, was wir in den kommenden sechs Tagen tun werden, bedeutungsvoll?

Freitag, 19. September 2014
DAY ONE: Tools Day

Hacking, Circuit breaking, Coding. Mikrotechnik, Studio Equipment, Aufnahme-Technik.
Die Zuschauer sind eingeladen, ein Stück Technologie mitzubringen.
Der Bau eines neuen Musikinstruments wird begonnen.

Samstag, 20. September 2014
DAY TWO: Music for Pleasure Day

Es werden kleine Snacks zum Essen zubereitet und serviert.
Wir werden DJ-Gäste haben und anderen hedonistischen Aktivitäten frönen!
Die Zuschauer sind eingeladen, den eigenen Hund mitzubringen.

Sonntag, 21. September 2014
DAY THREE: Science and Religion Day

Musik und Körper, Musik und Geist
Die Zuschauer sind eingeladen, ein Buch oder ein Foto mitzubringen und einen Menschen einer anderen Generation.

Montag, 22. September 2014
DAY FOUR: Music Day

Spiel und Improvisation
Die Zuschauer sind eingeladen, ein Musikinstrument mitzubringen.

Dienstag, 23. September 2014
DAY FIVE: Singing Day

Stimmtechnik und Gesang, die Psychologie der Stimme
Wann fühlen wir uns wohl mit unserer Stimme, wann erheben wir unsere Stimme?
Live dabei: Jana Kurucová, Ronnita Miller, Siobhan Stagg und Álvaro Zambrano
Die Zuschauer sind eingeladen mitzusingen.

Mittwoch, 24. September 2014
DAY SIX: Found Sound Day

Field recording and shopping
Die Zuschauer sind eingeladen, ein Aufnahmegerät mitzubringen.

Donnerstag, 25. September
DAY SEVEN: Record-Release-Party

Live dabei: Jana Kurucová, Ronnita Miller, Siobhan Stagg und Álvaro Zambrano

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.