Morgen und Abend


Georg Friedrich Haas (*1953)

Musiktheater nach dem Roman „Morgen und Abend“ [Morgon og kveld] von Jon Fosse
Uraufführung am 13. November 2015 am Royal Opera House Covent Garden in London
Deutsche Erstaufführung am 29. April 2016 an der Deutschen Oper Berlin

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Besetzung

Musikalische Leitung Michael Boder
Inszenierung Graham Vick
Bühne, Kostüme Richard Hudson
Licht Giuseppe Di Iorio
Video 59productions
Chöre William Spaulding
Dramaturgie Sebastian Hanusa
Johannes Christoph Pohl
Erna Helena Rasker
Signe, Hebamme Sarah Wegener
Peter Will Hartmann
Olai Klaus Maria Brandauer
Orchester Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chöre Chor der Deutschen Oper Berlin
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Eines Morgens wacht Johannes auf. Er fühlt sich leicht und spürt in seinem Körper nichts mehr von den Spuren eines langen, arbeitsreichen, aber auch erfüllten Lebens als Fischer. Er macht sich einen Kaffee, dreht sich eine Zigarette, isst ein Brot. Es ist ein Morgen wie jeder Morgen. Doch irgendwie erscheint ihm die Welt verändert. Er trifft Erna, seine Frau. Und später dann Peter, seinen besten Freund – beide sind schon länger tot. Und als seine jüngste Tochter Signe wie jeden Tag kommt, um nach ihm zu sehen, sieht sie ihn nicht.

Jon Fosses Roman „Morgen und Abend“ ist ein trauriger und zugleich hoffnungsvoller Text über das Leben und den Tod. Er erzählt von Johannes’ Stunde der Geburt. Und er erzählt von einem Tag des Abschieds, an dem Peter gekommen ist, um mit Johannes hinauszufahren zum Fischen. Schließlich „hast du dir ja das Leben abgewöhnen müssen, irgendwas haben wir schon tun müssen“ – bevor sie hinüberfahren, dorthin, wo es „keine Worte, keine Körper, kein Du und Ich“ mehr gibt, dafür aber „alles, was du liebst.“

Fosses Roman ist ein lakonischer wie hochpoetischer Text, der sich durch eine ganz eigene Form von Musikalität auszeichnet. Damit bildet er die Grundlage für die neue Oper von Georg Friedrich Haas, die nach der Uraufführung am Royal Opera House Covent Garden an der Deutschen Oper Berlin ihre Deutsche Erstaufführung erleben wird. Es wird das siebente Musiktheaterwerk des österreichischen Komponisten sein, dessen Musik eine zurückgenommene, doch nicht minder intensive Form von Expressivität mit einer farbigen und überaus sinnlichen Klangsprache verbindet. Und es ist die zweite Zusammenarbeit mit dem norwegischen Schriftsteller Jon Fosse nach der 2008 an der Opéra National de Paris uraufgeführten Oper MELANCHOLIA.

Eine Koproduktion zwischen der Deutschen Oper Berlin und dem Royal Opera House Covent Garden

Präsentiert von Wall AG, taz.die tageszeitung sowie tip Berlin

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Rahmenprogramm

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts (außer zur Premiere)

Am 27.4.2016 um 20 Uhr findet in der Deutschen Oper Berlin ein Werkstattgespräch zu MORGEN UND ABEND statt.
Eine Veranstaltung des Österreichischen Kulturforums Berlin und des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e.V.
in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper Berlin
Eintritt frei / Anmeldung erforderlich unter: Österreichisches Kulturforum Berlin