Kirsten Harms
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Biographie
Kurzversion
Kirsten Harms zählt neben Katharina Wagner und Christine Mielitz in Deutschland zu den bekanntesten, im Musiktheaterbetrieb immer noch unterrepräsentierten Opernregisseurinnen. Ihre Regiearbeiten zeichnen sich durch Gradlinigkeit und Klarheit aus – sie bleibt nah an Musik und Stoff. Lange war sie die einzige Frau an der Spitze eines großen, internationalen Hauses. Kirsten Harms wurde in Hamburg geboren und studierte Musikwissenschaften und Musiktheater-Regie bei Götz Friedrich. Zunächst arbeitete sie als freie Regisseurin. 1995 wurde sie Intendantin der Kieler Oper. Mit Uraufführungen, Wiederentdeckungen und einem Team junger Regisseure schaffte sie dort ein klares künstlerisches Profil. Ihre Inszenierung des RING-Zyklus sicherte ihr überregionale Anerkennung. An der Deutschen Oper Berlin debütierte Kirsten Harms 2003 mit Rossinis SEMIRAMIDE, seit 2004/05 ist sie Intendantin des Hauses, wo sie GERMANIA (2006), den Doppelabend CASSANDRA und ELEKTRA (2007), TANNHÄUSER (2008) und zuletzt DIE FRAU OHNE SCHATTEN (2009) inszenierte. In der Saison 2010|2011 wird Ihre Interpretation von DIE LIEBE DER DANAE das Strauss-Repertoire um eine Rarität bereichern.
Für das Puccini-Festival in Torre del Lago erarbeitete sie zuletzt LA FANCIULLA DEL WEST (Premiere 16. Juli 2010).
Ausführliche Version
Kirsten Harms studierte an der Universität Hamburg Musikwissenschaften sowie Musiktheater-Regie an der dortigen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Ihre Abschlussinszenierung von Ligetis NOUVELLES AVENTURES brachte sie 1982 am Staatstheater Braunschweig heraus. 1983 war sie in Hamburg Gründungsmitglied der freien Theatergruppe „Mimesis“. 1985-1988 arbeitete Kirsten Harms als Regieassistentin an den Städtischen Bühnen Dortmund, wo sie auch eigene Inszenierungen herausbrachte. Im Anschluss war sie u. a. in Bremen, Hannover, Kiel, Saarbrücken, Darmstadt, Innsbruck und Mainz als Regisseurin engagiert. 1992 erhielt sie einen Lehrauftrag am Studiengang Musiktheater-Regie der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. 1995 wurde Kirsten Harms Intendantin der Kieler Oper. In ihrer 8-jährigen Amtszeit prägte sie mit ihren Arbeiten u. a. Wagners DER RING DES NIBELUNGEN, mit Uraufführungen wie THE MAGIC FOUNTAIN (Frederick Delius) und DER SCHIMMELREITER (Wilfried Hiller) sowie mit selten gespielten oder wiederentdeckten Werken wie Schrekers DAS SPIELWERK UND DIE PRINZESSIN und CHRISTOPHORUS ODER „DIE VISION EINER OPER“ die Kieler Oper und sorgte so für deutschlandweite Aufmerksamkeit. An der Deutschen Oper Berlin debütierte Kirsten Harms 2003 als Regisseurin von Rossinis SEMIRAMIDE.
Seit 2006|2007 ist sie als Intendantin der Deutschen Oper Berlin alleinverantwortlich für das Programm, unter ihrer Regie entstanden seither Franchettis GERMANIA und der Doppelabend CASSANDRA/ELEKTRA von Vittorio Gnecchi/Richard Strauss, TANNHÄUSER von Richard Wagner sowie DIE FRAU OHNE SCHATTEN von Richard Strauss. In der Saison 2010|2011 inszeniert Kirsten Harms ein weiteres Werk von Richard Strauss: DIE LIEBE DER DANAE.Produktionen
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