Willkommen

Dies ist Ihr persönlicher Bereich des Projekts „Meine Oper“. Hier aktualisieren Sie Ihre persönlichen Daten, Ihre Profileinstellungen, Ihr Passwort und/oder melden Sie sich ab.

Ihre Anwendungen im Administrations-/Redaktionsbereich

Aus dem Hinterhalt: Tod in Venedig

Late-Night-Performances zur Großen Oper

Informationen Zum Werk

Besetzung

Konzept, Künstlerische Leitung

Alexandra Holtsch

Raumkonzept

Sabine Mader

Dramaturgie

Sebastian Hanusa

Zum Inhalt

Der Gegner ist übermächtig und nur AUS DEM HINTERHALT heraus zu bezwingen: Fünf Premieren im Großen Haus der Deutschen Oper Berlin. Fünf Säulen des Repertoires, die so schnell nichts erschüttert. Doch an fünf Abenden wird jeweils eines der Stücke ins Visier genommen. Sänger und Musiker der Deutschen Oper Berlin legen sich zusammen mit Gastkünstlern verschiedenster Sparten und unter der Leitung von Alexandra Holtsch auf die Lauer. Sie befragen die Stücke und Kommentare ab, schreiben Musik neu oder arrangieren Altes neu. Dabei sind mal die bekannteste Arie, mal ein Sujet, eine Bühnenfigur oder ein Requisit Ausgangspunkt und Material. Es entstehen Musiktheaterabende, die ergänzen oder widersprechen, es findet sinnliches Forschen und (Unter)Suchen als Reform, Denkanstoß und Late-Night-Show statt!

TOD IN VENEDIG ist Benjamin Brittens kompositorisches Vermächtnis. In der Adaption von Thomas Manns gleichnamiger Novelle hat der englische Komponist ein Werk geschrieben, dass ein altersweiser Blick über 400 Jahre Operngeschichte ist und dessen Partitur von einer abgeklärten und strengen Reduktion auf das musikalisch Notwendige geprägt ist. Brittens musikalische Sprache hat in TOD IN VENEDIG zu einer enormen Konzentration gefunden, in der jede Note notwendig und keine zu viel ist. In dieser Partitur hat auch Venedig als Metapher für einen Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt der Hauptfigur musikalisch ihren Platz, jedoch in sublimierten, von einer vordergründigen Couleur Locale weit entfernten Form.

Für Matthew Herbert ist dies der Ansatzpunkt für seinen Kommentar zu TOD IN VENEDIG: „Putting Venice back to DEATH IN VENICE“ ist das Motto seines Hörtheaters, dessen Basis die Aufnahme einer einstündigen Fahrt über den Canale Grande ist. In dieser mischt sich die Stimme des Fremdenführers mit dem Wellenschlag des brackig-grünen Lagunenwassers und „Geisterstimmen“ aus Brittens Oper scheinen vom Ufer herüber zu wehen. Kunstvoll überlagern sich die verschiedenen Klänge, werden miteinander verschränkt und kompositorisch verarbeitet. Die akustische Erfahrung der Bootsfahrt wird zu einer Passage über die dunklen Flüsse des Hades, der reale Klang der Stadt verschmilzt mit der Imagination einer Reise ins Reich des Todes.

Unterstützer

Mit freundlicher Unterstützung des British Council.