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SZENISCH ADAPTIERTE VERSION

Salome

Richard Strauss (1864 – 1949)
So 28.01.2018 - 18:00 Uhr
C-Preise: € 95,– / 76,– / 53,– / 29,–

Sehr geehrte Damen und Herren, nach dem am 24. Dezember aufgetretenen großen Wasserschaden auf der Bühne der Deutschen Oper Berlin können wir diese Aufführung für Sie in szenisch adaptierter Form spielen – in Kostüm und Maske sowie in veränderter Dekoration bei eingeschränkter Beleuchtung. Wer diese Vorstellungsform nicht erleben möchte, erhält den Kartenpreis ersetzt. Wir informieren Sie selbstverständlich, ab wann unsere Vorstellungen in gewohnter Form möglich sein werden. Für die Rückerstattung des Kartenpreises dieser Vorstellung gilt: Sie haben die Wahl des Umtauschs auf ein anderes Vorstellungsdatum, in einen Gutschein oder die Rückerstattung des Kaufpreises. Bitte beachten Sie, dass wir Ihre Umtausch- und Rückerstattungswünsche nur vor der gebuchten Vorstellung berücksichtigen können. Für die Rücküberweisung bitten wir Sie, zeitnah dieses Auszahlungsformular ausgefüllt und zusammen mit Ihren Tickets an die Deutsche Oper Berlin – Kartenservice, Richard-Wagner-Straße 10, 10585 Berlin zu senden. Sie können das Formular alternativ auch zusammen mit einem Scan Ihrer Eintrittskarten an info@deutscheoperberlin.de senden. Für alle weiteren Fragen steht der Karten- und Besucherservice unter der Telefonnummer +49 (0)30-343 84 343 zur Verfügung. Abo: S, D

Informationen zum Werk

Musikdrama in einem Aufzug
Musik und Libretto von Richard Strauss
nach dem Drama „Salome“ von Oscar Wilde
in der Übersetzung von Hedwig Lachmann
Uraufführung am 9. Dezember 1905 in Dresden
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 24. Januar 2016

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

1 Stunde 45 Minuten / Keine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Besetzung

Musikalische Leitung

Evan Rogister

Inszenierung

Claus Guth

Bühne, Kostüme

Muriel Gerstner

Choreografie

Sommer Ulrickson

Jochanaan

Samuel Youn

Narraboth

Attilio Glaser

Ein Page

Annika Schlicht

1. Jude

James Kryshak

2. Jude

Gideon Poppe

5. Jude

Stephen Bronk

1. Nazarener

Derek Welton

2. Nazarener

Philipp Jekal

1. Soldat

Andrew Harris

2. Soldat

Tobias Kehrer

Ein Cappadocier

Philipp Jekal

Ein Sklave

Gideon Poppe

Zum Inhalt

Als „Salomé“ von Oscar Wilde 1896 in Paris zum ersten Mal auf die Bühne kam, verbüßte der Autor in London eine Zuchthausstrafe wegen „grober Unsittlichkeit“. In Großbritannien und auch in den deutschsprachigen Ländern waren nur Privataufführungen des skandalumwitterten Stücks möglich. Eine solche besuchte Richard Strauss 1902 in Max Reinhardts „Kleinem Theater“ in Berlin. Ein Jahr später entschied er sich dazu, Wildes Text zur Grundlage eines Operneinakters zu machen. Die Uraufführung der SALOME 1905 in Dresden war ein durchschlagender Erfolg für den Komponisten. Er fordert darin das Genre heraus: Eine rauschhafte und liebestrunkene Musik kontrastiert das denkbar grässlichste, monströseste Geschehen.

Die Oper beginnt ohne Vorspiel, und wir werden direkt in Salomes Welt hineinkatapultiert. Salome lebt in einer perfekten bürgerlichen Welt. Sie ist die Tochter der Herodias. Mit ihr lebt sie bei ihrem Stiefvater Herodes – ein mächtiger Mann in einer Männerwelt. Und er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu seiner neuen Tochter, der kleinen Prinzessin. Und sie zu ihm. In dieser Familienkonstellation wächst das Kind Salome heran. Und in der Nacht, wenn alle anderen schlafen, imaginiert sie sich ihre eigene Welt. Sie nimmt den Kampf mit ihrem neuen Vater auf, der sie einschüchtert, der sie begehrt, der mit ihr spielt. Diesen Vater, diesen Mann will sie besiegen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, und sie schaut sich selbst zu, wie sie spielt: Vater, Mutter, Kind. Das ist eine hochexplosive Welt, in die sie sich hineinträumt. Aus diesen dunklen Träumen heraus erschafft sich Salome in der Nacht eine Gestalt, einen Gegenentwurf zu der Welt, in der sie sich befindet. Dieses Wesen ist Jochanaan. In dem Familienspiel fungiert er als der Anti-Vater, als die Waffe gegen den Vater, als Erlöser- und Retterfigur. Und wenn der Tag anbricht, sitzt Jochanaan mit Vater, Mutter und dem kriegerischen Kind mit am Tisch. Gemeinsam mit Jochanaan wird Salome diese Ordnung aufsprengen.

SALOME ist die erste Arbeit von Claus Guth an der Deutschen Oper Berlin. Seit 1999, als er bei den Salzburger Festspielen mit großem Erfolg CRONACA DEL LUOGO von Luciano Berio inszenierte, gehört er zu den gefragtesten Opernregisseuren der Welt. Salzburg, wo er unter anderem die „Da Ponte Trilogie“ [mit Anna Netrebko als Susanna in LE NOZZE DI FIGARO] inszenierte, Bayreuth [DER FLIEGENDE HOLLÄNDER 2003], Zürich, Mailand, München, Hamburg, Frankfurt, Dresden und das Theater an der Wien gehören zu seinen regelmäßigen Stationen wie auch die Staatsoper im Schillertheater.

Unterstützer

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.